Seit 9/11 ist die Cockpit-Tür dreifach gesichert.

Bei Flug 4U9525 von innen verschlossen?Das Rätsel mit der Cockpittür

Einer der Piloten von Germanwings-Flug 4U9525 soll aus dem Cockpit ausgeschlossen worden sein. Eigentlich ließe diese sich aber von außen öffnen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Man nennt sie die «Post-9/11-Tür» – die moderne Cockpittür, die es Unbefugten unmöglich macht, von außen einzudringen. Laut einem Bericht der New York Times wurde genau das den Insassen von Germanwings-Flug 4U9525 zum Verhängnis. Wie ein in die Ermittlungen involvierter Mitarbeiter der Zeitung berichtete, konnte man auf dem Stimmenrekorder hören, wie ein Pilot das Cockpit verlässt – und dann auch gewaltsam nicht mehr eindringen kann.

Auch wenn die Türen das Cockpit vor Terroristen schützen sollen: Es gibt für den Piloten eigentlich die Möglichkeit, sie von außen zu öffnen. Ein Pilot kann mit einem Code im Notfall die Cockpittür wieder öffnen. Eine Tastatur außerhalb des Cockpits ist dafür da. Sie verwendet man, wenn man im Fall einer Ohnmacht eines oder beider Piloten das Cockpit von außen öffnen will, wie Airbus bei der Vorstellung der Funktionen erklärt (siehe Video unten). Warum tat der ausgeschlossene Pilot das auf Flug 4U9525 dann nicht?

Drei Funktionen bei der Tür

Darüber kann man nur spekulieren. Zum Einen lässt sich die Cockpittür von innen auch trotz Code schließen. Dazu gibt es im Inneren einen Schalter mit drei Einstellungen: «Unlock», «Norm» und «Lock». Im «Unlock»-Zustand ist die Tür offen. «Norm» bedeutet, dass sie außen geschlossen ist, sich aber mit einem Zahlencode öffnen lässt. Stellt man den Schalter auf «Lock», geht auch das nicht mehr. Dazu muss der Pilot an den Kontrollen aber bei Bewusstsein sein, was einer Theorie, dass der fliegende Pilot bei Germanwings ohnmächtig war, widerspricht.

Dann ließe sich die Tür von außen auch mit Gewalt nicht öffnen. So viele Riegel und Schlösser schützen das Cockpit vor unerwünschten Eindringlingen, dass man selbst mit mehreren Personen dabei erfolglos bleiben dürfte, berichten Piloten aeroTELEGRAPH.

Kein Kommentar von Airbus

Natürlich könnte der ausgeschlossene Pilot in seiner Panik auch den Code vergessen haben oder das System nicht funktioniert haben – bestätigt ist noch nichts. Von Airbus gibt es zu dem Thema keine Stellungnahme: «Alles, was mit Theorien über den Unfallhergang zu tun haben könnte, wollen wir nicht kommentieren», so eine Sprecherin. «Wir hoffen aber auf eine baldige Klärung des schrecklichen Unfalls.»

Hier ein Video zum Thema:

Mehr zum Thema

Airbus A319 Germanwings: Nun ist die Fluglinie definitiv Geschichte.

Jetzt ist auch die rechtliche Hülle weg: Lufthansa Group begräbt Germanwings endgültig

Eine Boeing 747 der Corsair am Flughafen Schönefeld.

Schönefeld - vom DDR- zum Billigflieger-Flughafen

Eurowings entstand am 1. Februar 1993 aus der Fusion von Nürnberger Flugdienst NFD und Reise- und Industrieflug RFG.

500 Mark, Flamingos und Flüge für KLM - wie Eurowings zu Lufthansa fand

CRJ 900 von Lufthansa Cityline: Ein Flieger wie dieser war aktuell betroffen.

Lufthansa macht bei Cityline 2 vorwärts

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies