Ein Mitarbeiter der Guardia Civil vor der Diebesbeute: Der Schaden soll bei rund zwei Millionen Euro liegen.

Angestellte festgenommenPersonal klaut am Flughafen Teneriffa Uhren, Schmuck und Handys aus Koffern

In Teneriffa Süd häuften sich Beschwerden über Diebstähle aus dem Gepäck. Nun hat die Polizei Mitarbeitende des Flughafens festgenommen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Probleme mit aufgegebenem Gepäck nehmen zu. Laut einer Studie des IT-Dienstleisters Sita ist 2021 weltweit die Zahl der Gepäckstücke, die verspätet oder mit Schäden ankamen, gestohlen oder verloren werden im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen. Rund 23 Prozent des Gepäcks war beschädigt oder es wurde etwas daraus gestohlen.

Zwar müssen Fluggesellschaften grundsätzlich für Gepäckschäden aufkommen, aber viele Airlines versuchen, sich mit entsprechenden Klauseln abzusichern. Es gilt der Grundsatz: Wertsachen gehören ins Handgepäck. Ein aktueller Fall von den Kanarischen Inseln zeigt, warum.

Schaden im Wert von zwei Millionen Euro

Die Polizei hat 14 Personen festgenommen und ermittelt gegen weitere 20, die alle am Flughafen Teneriffa Süd arbeiteten. Ihnen wird vorgeworfen, Reisende im großen Stil beklaut zu haben, teilte die Guardia Civil mit. Der Schaden beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.

Die Polizei konnte 29 Uhren, 120 Schmuckstücke (Gold und Edelsteine), 22 hochwertige Mobiltelefone, zahlreiche elektronische Geräte, 13.000 Euro Bargeld und ein hochwertiges Fahrzeug beschlagnahmen. Sie geht davon aus, dass zahlreiche Gegenstände mittlerweile über das Internet und lokale Juweliergeschäfte verkauft worden sind, weshalb auch gegen 27 Juweliergeschäfte in der Provinz Santa Cruz de Teneriffa ermittelt wird. Laut den Ermittlungen war die Gruppe hierarchisch organisiert und ist überaus strukturiert vorgegangen.

Diebstahl im Frachtraum

Jedes Mitglied der kriminellen Gruppe hatte eine spezifische Aufgabe. Der eigentliche Diebstahl fand im Frachtraum der Flugzeuge statt. Die Beschäftigten verlangsamten die Beladung der Maschinen, öffneten die Koffer, entwendeten die Wertgegenstände und verschlossen die Koffer wieder. Das Diebesgut ließen sie in Innentaschen verschwinden, die sie extra in die Arbeitskleidung eingenäht hatten.

Aufgeflogen war alles, weil die Zahl der Meldungen und Beschwerden von Reisenden über Diebstähle aus dem aufgegebenen Gepäck deutlich zugenommen hatte.

Mehr zum Thema

Blick auf die Piste: Die Pistenbefeuerung ist für den Nachtbetrieb absolut zentral.

Kriminelle Bande stiehlt neu installierte Pistenbefeuerung

Frachtgeschäft von Qantas: Besonders stark betroffen.

Gangmitglieder haben Qantas infiltriert

ticker-spanien

Unbefristeter Streik der Flugsicherung in Spanien: Diese Flughäfen sind betroffen

ticker-spanien

Streiks an spanischen Flughäfen bedrohen Osterverkehr

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin