Der Flug dauerte keine Minute. Am frühen Morgen des 13. Oktober hob kurz vor 5 Uhr Ortszeit eine Cessna 210N Centurion vom Louisiana Regional Airport in Gonzales ab. Daten des Flugverfolgungsdienstes Flightaware zeigen, wie das Kleinflugzeug nach dem Start Richtung Norden abhob, nach rechts abdrehte und dabei weiter an Höhe gewann. Seine Geschwindigkeit lag bei rund 95 Knoten, also etwa 175 Kilometern pro Stunde. Nach rund 1,6 Kilometern brach das Signal ab.
Noch in der Luft löste sich der Motor samt Propeller vom Rumpf der Cessna 210. Das bestätigte Bobby Webre, Sheriff von Ascension Parish, gegenüber dem Lokalsender WAFB. Die Einsatzkräfte fanden das Triebwerk später auf einer Straße. Das Flugzeug selbst kam rund 90 Meter weiter in einem Feld zum Liegen, auf dem Rücken.
Pilot lief an der Unfallstelle umher
An Bord war nur der 74-jährige Pilot. Als die Feuerwehr eintraf, sei er «auf den Beinen und am Herumlaufen» gewesen, sagte Feuerwehrchef Preston Landry der Zeitung The Advocate. Der Mann hatte Prellungen und eine kleine Schnittwunde am Kopf, ins Krankenhaus wollte er aber nicht. «Was auch immer passiert ist, es ging sehr schnell», so Landry.
Der Motorblock landete auf einer Straße. Ascension Parish Sheriff's Office
Die Feuerwehr von Gonzales wurde nach Angaben von Landry aber erst gegen 5.55 Uhr verständigt. Das berichtet der Sender Louisiana First. Der Feuerwehrchef sagte der Zeitung The Advocate, man habe «kurz vor 6 Uhr» einen Anruf wegen eines abgestürzten Flugzeugs erhalten. Er sei dann selbst dem Lösch- und dem Rettungswagen zur Unfallstelle gefolgt. Laut WBRZ trafen die Einsatzkräfte gegen 6 Uhr ein. Zum Zeitpunkt des Starts war es noch dunkel, zudem lag laut Landry Nebel über der Gegend.
Ursache noch offen
Das Flugzeug trägt das Kennzeichen N1329U und wurde 1982 gebaut. Halter ist die Firma ACW aus Gonzales. Die Cessna 210 Centurion ist ein sechssitziger Hochdecker mit Einziehfahrwerk. Die Version 210N wird von einem Sechszylinder-Boxermotor des Typs Continental IO-520 mit 285 PS angetrieben. Wie bei den meisten Kleinflugzeugen ist der Motor über einen Rahmen mit dem Rumpf verschraubt. Warum sich diese Verbindung im Fall von Gonzales löste, ist offen.
Die Luftfahrtbehörde FAA und die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB haben Untersuchungen eingeleitet.
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