Cockpitinstrumente: Daten zu Turbulenzen würden Piloten helfen.

TurbulenzenWie die Iata Verletzte vermeiden will

Immer wieder werden Flugbegleiter und Passagiere durch Turbulenzen verletzt. Das ließe sich durch bessere Wettervorhersagen ändern. Daran arbeitet der Weltluftfahrtverband.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Auch wenn Flugzeuge selbst schwere Turbulenzen problemlos aushalten – immer wieder gibt es auf Flügen wegen des Wetters Verletzte. Meistens sind das Crewmitglieder und Passagiere, die durch das Gewackele durch die Kabine geschleudert wurden. Laut Berechnungen des Weltluftfahrtverbands Iata kommt es bei einer Fluglinie mit einer Flotte von 100 Flugzeugen pro Jahr zu 30 bis 50 Zwischenfällen, bei denen Turbulenzen zu Verletzten führen.

«Turbulenzen sind die Hauptursache, warum Passagiere und Crews sich verletzen», so Gilberto Lopez Meyer, der bei der Iata für Sicherheitsthemen zuständig ist. Daher will der Verband nun handeln. Noch gebe es keine genügenden Instrumente, Turbulenzen zu meiden. «Wetterberichte über Gewitter und andere Phänomene sind oft nicht genau genug», so Lopez Meyer. Zwar gibt es bereits Technik, die bessere Vorhersagen ermöglicht, doch eine globale Lösung fehle.

Echtzeitdaten sollen helfen

Das soll sich ändern. Der Verband verfolgt dabei zwei Lösungsansätze. «In enger Zusammenarbeit mit vielen globalen Fluglinien und Branchenvertretern schaffen wir gerade die Rahmenbedingungen für eine Plattform und Datenbank», so Lopez Meyer. Die solle dazu dienen, Piloten, Dispatchern und Meteorologen bei der Planung zu helfen und Turbulenzen so zu vermeiden. Wichtig sei dabei auch die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten. Im Jahr 2018 soll die Plattform fertig sein und 2019 offiziell gestartet werden.

Zudem gab die Iata bekannt, eine Kooperation mit der World Meteorological Organization WMO einzugehen. Ein entsprechendes Abkommen über eine Zusammenarbeit habe man unterzeichnet. Schon jetzt sammele die WMO Echtzeitdaten über Wetterbedingungen wie Wind oder Temperatur. Doch derzeit arbeite sie nur mit 40 Fluglinien zusammen und das reiche nicht für eine umfassende Abdeckung auf der ganzen Welt. Das soll sich durch die Zusammenarbeit mit der Iata ändern.

Mehr Sicherheit, weniger Treibstoff

Durch die beiden Lösungsansätze sollen Fluglinien in der Lage sein, die Anzahl der durch Turbulenzen Verletzten signifikant zu reduzieren. Und neben dem Sicherheitsaspekt gibt es noch einen weiteren Grund für bessere Wettervorhersagen: Durch sie lässt sich auch der Treibstoffverbrauch optimieren, was wiederum Geld spart und Emissionen reduziert.

Mehr zum Thema

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

Boeing 777 von Singapore Airlines: Das Wetterradar funktionierte nicht.

Menschen flogen durch die Kabine – weil das Wetterradar nicht funktionierte

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair muss nach Turbulenzen umkehren - medizinische Versorgung für Fluggäste nötig

Cockpit eines Airbus A350 von Emirates: Turbulenzen fordern die Luftfahrt heraus.

Künstliche Intelligenz und Daten helfen Emirates, schwere Turbulenzen zu reduzieren

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack