Cockpitinstrumente: Daten zu Turbulenzen würden Piloten helfen.

TurbulenzenWie die Iata Verletzte vermeiden will

Immer wieder werden Flugbegleiter und Passagiere durch Turbulenzen verletzt. Das ließe sich durch bessere Wettervorhersagen ändern. Daran arbeitet der Weltluftfahrtverband.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Auch wenn Flugzeuge selbst schwere Turbulenzen problemlos aushalten – immer wieder gibt es auf Flügen wegen des Wetters Verletzte. Meistens sind das Crewmitglieder und Passagiere, die durch das Gewackele durch die Kabine geschleudert wurden. Laut Berechnungen des Weltluftfahrtverbands Iata kommt es bei einer Fluglinie mit einer Flotte von 100 Flugzeugen pro Jahr zu 30 bis 50 Zwischenfällen, bei denen Turbulenzen zu Verletzten führen.

«Turbulenzen sind die Hauptursache, warum Passagiere und Crews sich verletzen», so Gilberto Lopez Meyer, der bei der Iata für Sicherheitsthemen zuständig ist. Daher will der Verband nun handeln. Noch gebe es keine genügenden Instrumente, Turbulenzen zu meiden. «Wetterberichte über Gewitter und andere Phänomene sind oft nicht genau genug», so Lopez Meyer. Zwar gibt es bereits Technik, die bessere Vorhersagen ermöglicht, doch eine globale Lösung fehle.

Echtzeitdaten sollen helfen

Das soll sich ändern. Der Verband verfolgt dabei zwei Lösungsansätze. «In enger Zusammenarbeit mit vielen globalen Fluglinien und Branchenvertretern schaffen wir gerade die Rahmenbedingungen für eine Plattform und Datenbank», so Lopez Meyer. Die solle dazu dienen, Piloten, Dispatchern und Meteorologen bei der Planung zu helfen und Turbulenzen so zu vermeiden. Wichtig sei dabei auch die Verfügbarkeit von Echtzeitdaten. Im Jahr 2018 soll die Plattform fertig sein und 2019 offiziell gestartet werden.

Zudem gab die Iata bekannt, eine Kooperation mit der World Meteorological Organization WMO einzugehen. Ein entsprechendes Abkommen über eine Zusammenarbeit habe man unterzeichnet. Schon jetzt sammele die WMO Echtzeitdaten über Wetterbedingungen wie Wind oder Temperatur. Doch derzeit arbeite sie nur mit 40 Fluglinien zusammen und das reiche nicht für eine umfassende Abdeckung auf der ganzen Welt. Das soll sich durch die Zusammenarbeit mit der Iata ändern.

Mehr Sicherheit, weniger Treibstoff

Durch die beiden Lösungsansätze sollen Fluglinien in der Lage sein, die Anzahl der durch Turbulenzen Verletzten signifikant zu reduzieren. Und neben dem Sicherheitsaspekt gibt es noch einen weiteren Grund für bessere Wettervorhersagen: Durch sie lässt sich auch der Treibstoffverbrauch optimieren, was wiederum Geld spart und Emissionen reduziert.

Mehr zum Thema

Turbulenzen-Visualisierung der Nasa: In den kommenden Jahren dürften die Flüge wackeliger werden.

Was passiert eigentlich bei Turbulenzen?

ticker-ryanair

Boeing 737 Max von Ryanair muss nach Turbulenzen umkehren - medizinische Versorgung für Fluggäste nötig

Cockpit eines Airbus A350 von Emirates: Turbulenzen fordern die Luftfahrt heraus.

Künstliche Intelligenz und Daten helfen Emirates, schwere Turbulenzen zu reduzieren

Flugzeuge in der Luft: Turbulenzen nehmen weiter zu.

Isländischer Forscher entwickelt präzisestes Modell zur Vorhersage von Turbulenzen

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack