Boeing 747-8: Komplizierte Technik, die Risiken birgt.

Flugzeuge im Visier von Hackern

Dreamliner und Co. sind beliebt, weil sie durch neue Technik das Fliegen angenehmer machen. Aber sie ist auch ein Sicherheitsrisiko.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Immer modernere Flieger sollen das Reisen für die Passagiere zum Erlebnis machen. Doch die moderne Technik, die in in den Maschinen steckt, könnte eine neue Bedrohung zu Tage fördern: Die immer stärkere Vernetzung in Bordtechnik, Inflight-Entertainment und Flugkontrolle führt dazu, dass die Maschinen ein Ziel von Hackern werden könnten, wie die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA in einer neuen Richtlinie von Mitte Oktober warnt.

So könnten Cyberkriminelle über das Funknetz an Bord die Kontrolle über wichtige Systeme des Fliegers oder im schlimmsten Fall über die ganze Maschine an sich reißen. Das ginge etwa über das Unterhaltungsprogramm. So könne man dann in wichtigere Systeme hacken und gefährliche Manipulationen vornehmen, etwa was den Kurs oder andere Flugdaten betrifft. Ans Licht kam das Ganze im vergangenen Jahr. Vor allem die Boeing B747-8 und der Privatjet von Gulfstream seien gefährdet, hieß es. Inzwischen ist aber auch die Rede vom Dreamliner. Selbst das neue Flugsicherheitssystem NextGen der FAA könnte ein mögliches Ziel sein.

Neue Richtlinie

Flieger seien inzwischen genauso mögliche Ziele von derartigen Angriffen wie alle anderen Datennetze in der Welt. Daher hat die FAA am 13. Oktober eine neue Richtlinie erlassen. Diese besagt, dass die Hersteller sich verstärkt um die Sicherheit ihrer drahtlosen Netzwerke kümmern müssen. Passagiere dürften unter keinen Umständen die Möglichkeit haben, auf Sicherheitssysteme oder Instrumente der Flieger zuzugreifen. Ähnliche Konditionen wie für die 747-8 und den Gulfstream-Flieger verhängten die amerikanische und auch die europäische Luftfahrtbehörde gemäß der Zeitung La Vanguardia auch über andere neue Flieger wie die B787 oder den A380. Wie genau die Hersteller beweisen sollen, dass ihre Flugzeuge vor Hackern sicher sind, will die FAA aus Sicherheitsgründen nicht erklären.

Aber daran, dass neue Regeln nötig ist, bleibt angesichts einiger Vorfälle in den letzten Monaten kein Zweifel mehr: Zuletzt hatten unbekannte Hacker es geschafft, über ein Kontrollsystem in Nevada die Macht über Dronen zu erlangen, die in Afghanistan unterwegs waren. Damit ist die neue Bedrohung mehr als nur theoretisch, der Schritt zu einem Passagierflieger ist laut Experten nicht groß. Daher ist Cybersicherheit ein großes Thema auf der Agenda in den nächsten Jahren, heißt es bei der FAA.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Airbus A380 von Qatar Airways: Zurück im Einsatz.

Qatar Airways fliegt wieder mit dem Airbus A380 - aber nur mit halb so vielen wie vor dem Iran-Krieg

Airbus A380 von Emirates in Frankfurt: Aktuell nicht dort zu sehen.

Deutschland muss vorübergehend ohne Airbus A380 von Emirates auskommen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies