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Flugzeuge im Visier von Hackern

Dreamliner und Co. sind beliebt, weil sie durch neue Technik das Fliegen angenehmer machen. Aber sie ist auch ein Sicherheitsrisiko.

moonm/Wikimedia/CC

Boeing 747-8: Komplizierte Technik, die Risiken birgt.

Immer modernere Flieger sollen das Reisen für die Passagiere zum Erlebnis machen. Doch die moderne Technik, die in in den Maschinen steckt, könnte eine neue Bedrohung zu Tage fördern: Die immer stärkere Vernetzung in Bordtechnik, Inflight-Entertainment und Flugkontrolle führt dazu, dass die Maschinen ein Ziel von Hackern werden könnten, wie die amerikanische Flugaufsichtsbehörde FAA in einer neuen Richtlinie von Mitte Oktober warnt.

So könnten Cyberkriminelle über das Funknetz an Bord die Kontrolle über wichtige Systeme des Fliegers oder im schlimmsten Fall über die ganze Maschine an sich reißen. Das ginge etwa über das Unterhaltungsprogramm. So könne man dann in wichtigere Systeme hacken und gefährliche Manipulationen vornehmen, etwa was den Kurs oder andere Flugdaten betrifft. Ans Licht kam das Ganze im vergangenen Jahr. Vor allem die Boeing B747-8 und der Privatjet von Gulfstream seien gefährdet, hieß es. Inzwischen ist aber auch die Rede vom Dreamliner. Selbst das neue Flugsicherheitssystem NextGen der FAA könnte ein mögliches Ziel sein.

Neue Richtlinie

Flieger seien inzwischen genauso mögliche Ziele von derartigen Angriffen wie alle anderen Datennetze in der Welt. Daher hat die FAA am 13. Oktober eine neue Richtlinie erlassen. Diese besagt, dass die Hersteller sich verstärkt um die Sicherheit ihrer drahtlosen Netzwerke kümmern müssen. Passagiere dürften unter keinen Umständen die Möglichkeit haben, auf Sicherheitssysteme oder Instrumente der Flieger zuzugreifen. Ähnliche Konditionen wie für die 747-8 und den Gulfstream-Flieger verhängten die amerikanische und auch die europäische Luftfahrtbehörde gemäß der Zeitung La Vanguardia auch über andere neue Flieger wie die B787 oder den A380. Wie genau die Hersteller beweisen sollen, dass ihre Flugzeuge vor Hackern sicher sind, will die FAA aus Sicherheitsgründen nicht erklären.

Aber daran, dass neue Regeln nötig ist, bleibt angesichts einiger Vorfälle in den letzten Monaten kein Zweifel mehr: Zuletzt hatten unbekannte Hacker es geschafft, über ein Kontrollsystem in Nevada die Macht über Dronen zu erlangen, die in Afghanistan unterwegs waren. Damit ist die neue Bedrohung mehr als nur theoretisch, der Schritt zu einem Passagierflieger ist laut Experten nicht groß. Daher ist Cybersicherheit ein großes Thema auf der Agenda in den nächsten Jahren, heißt es bei der FAA.



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