Letzte Aktualisierung: um 21:54 Uhr
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Finanzierung des Ausbaus

Flughafen Singapur will Gebühren erhöhen

Der Flughafen Singapur plant einen kostspieligen Ausbau. Das könnten auch Fluggäste und Fluggesellschaften bald zu spüren bekommen - über höhere Gebühren.

Changi Airport Singapore

Terminal 1 des Changi Airport: Bis 2030 soll Terminal 5 folgen.

Passagiere, die vom Changi Airport in Singapur abfliegen, müssen in Zukunft womöglich zwischen 10 und 15 Singapur-Dollar (umgerechnet 6,20 bis 9,30 Euro) mehr zahlen. Das berichtet die Zeitung Strait Times. Sie erklärt, die Zusatzkosten für die Reisenden würden durch eine neue Steuer entstehen, die den Ausbau des Flughafens mitfinanzieren soll, darunter den Bau von Terminal 5 mit einer Kapazität von bis zu 70 Millionen Reisenden pro Jahr. Für Umsteigepassagiere sollen die Zusatzkosten nur etwa halb so hoch sein.

Die Steuer könnte später im laufenden Jahr eingeführt werden. Der Aufschlag könnte dann zur aktuellen Abfluggebühr von 34 Dollar (21 Euro) beziehungsweise 6 Dollar (3,70 Euro) für Fluggäste im Transit hinzukommen. Die neuen Einnahmen sollen laut der Zeitung dazu beitragen, im Osten des Flughafens eine neue Start- und Landebahn sowie Terminal 5 zu errichten, das etwa im Jahr 2030 seine Tore öffnen soll. Auch ein Tunnelsystem sei geplant, in dem unter anderem das Gepäck zwischen den bisherigen Flughafengebäuden und dem neuen Terminal transportieren werden soll.

Müssen auch Fluglinien draufzahlen?

Für die Finanzierung des Ausbaus sollen laut Strait Times nicht nur Reisende zur Kasse gebeten werden. Auch Gebühren für Fluggesellschaften, inklusive Park- und Landegebühren, könnten um rund 30 Prozent steigen, berichtete ein Informant der Zeitung. Gefragt nach neuen Abgaben, sagte ein Sprecher des Transportministeriums gegenüber der Zeitung, Details stünden noch nicht fest und man ziehe verschiedene Optionen in Erwägung.

Wie teuer die Erweiterung wird, ist laut dem Bericht noch unklar. Es werde aber erwartet, dass die Kosten so hoch ausfallen, dass sie die Milliarden in den Schatten stellen, die in den Bau von Terminal 4 investiert wurden, in das Gebäude Jewel und in die Umbauten der anderen Terminals in den vergangen zwei Jahrzehnten.



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