... Gebäude vor. Ein bisschen lässt es an ein Raumschiff denken.

Ersatz für Warschau-ChopinDeutsch-österreichische Firma will Polens Großflughafen planen

Warschaus neuer Flughafen soll zum Verkehrsknotenpunkt für ganz Polen werden. Im Rennen um die Planung des Megaprojekts ist auch ein deutsch-österreichisches Unternehmen.

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Der Flughafen Warschau-Chopin platzt aus allen Nähten. Mit dem Centralny Port Komunikacyjny CPK soll rund 45 Kilometer westlich der polnischen Hauptstadt nicht nur ein Megaairport als Nachfolger für den überlasteten Airport entstehen. Seinem Namen gerecht soll er für ganz Polen zum zentralen Verkehrsknotenpunkt werden. Auf der Schiene soll er das gesamte Land in weniger als 2,5 Stunden anbinden.

In der Corona-Krise hält Polens Regierung, zu 100 Prozent Besitzerin der Projektgesellschaft, entschlossen am Flughafen fest. Eine erste 2,8 Milliarden schwere Finanzierung wurde Anfang November abgesegnet. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki erklärte im Sommer, dass der Bau des CPK die Konjunktur mit ankurbeln soll. Mit der Ausschreibung zur Generalplanung macht Polen weiter ernst mit dem Prestigeobjekt.

Bewerbung aus Deutschland und Österreich

Drei Unternehmen bewarben sich für die Planung des neuen Großflughafens. Mit dabei ist das österreichische Unternehmen ILF mit Sitz in Innsbruck. Das Ingenieurbüro besitzt jahrelange Erfahrung bei der Planung von Flughäfen. Der 2001 gegründete Ableger Airport Consulting Partners mit Sitz in Stuttgart war bei der Planung und Entwicklung von über 100 Flughäfen beteiligt.

So plante das Unternehmen beispielsweise den Bau des Hauptterminals des Flughafens Abu Dhabi, die Sanierungen von Start- und Landebahnen in Zürich und Wien oder den Ausbau des Airports von Burgas in Bulgarien. Den Bau neuer Flughäfen plante das Unternehmen in der philippinischen Hauptstadt Manila sowie für Turkmenistans zweitgrößte Stadt Türkmenabat.

Bis zu 100 Millionen Passagiere pro Jahr

Auch in Polen war das deutsch-österreichische Unternehmen bereits tätig. Im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft 2012 plante es am Flughafen Breslau den Ausbau der luftseitigen Betriebsflächen. Dabei übernahm sie auch die Bauleitung und -aufsicht.

Im Rennen um die Generalplanung des polnischen Mega-Airports trifft ILF auf starke Konkurrenz. Gefragt ist vor allen Know-how mit großen internationalen Drehkreuzen. Bis zu 100 Millionen Passagiere pro Jahr soll Polens Megaflughafen stemmen können. Erfahrungen in Richtung dieser Größenordnungen bringen die Mitbewerber mit.

Erfahrungen mit Drehkreuzen weltweit

Auch bewirbt sich ein französisch-spanisches Konsortium um den weltweit agierenden Pariser Flughafengesellschaft Aéroports de Paris und Idom. Letzterer plante etwa für die Flughäfen Dublin und London-Heathrow, während die Franzosen mit Paris Charles-de-Gaulle ein großes Drehkreuz betreiben und weltweit an Airports Beteiligungen tragen.

Das Bewerberaufgebot komplett macht Naco. Die niederländische Gruppe plant und berät seit über 65 Jahren für Flughäfen auf der ganzen Welt. Zu ihren Klienten zählen unter anderem große internationale Drehkreuze wie Frankfurt, Amsterdam-Schiphol und Singapur-Changi.

Knotenpunkt auch auf der Schiene

Noch in diesem Jahr möchte Polen den Auftrag an einen der Wettbewerber vergeben, berichtet die Nachrichtenseite Bankier.  2022 soll der Generalplan stehen, ein Jahr später soll der Spatenstich erfolgen. 2027 soll der Bau abgeschlossen sein und der Betrieb am CPK starten. In seiner ersten Ausbaustufe soll der Flughafen 45 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können.

Parallel wird Polen auch sein Eisenbahnnetz mit Fokus auf den Airport ausbauen. Ab 2023 bis 2034 ist der Bau von mehr als 1600 Kilometer neuen Schienenwegen geplant. Von der zentralen Lage des CPK innerhalb Polens, soll sich fünf neue Bahnstrecken wie Speichen von einer Nabe in das Land verteilen.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Skizzen, wie der neue polnische Flughafen aussehen könnte.

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