VermutungFührten Vögel zum Absturz des Superjet bei Moskau?

Ermittler vermuten, dass Vogelschlag beide Triebwerke des Superjet von Gazpromavia ausfallen ließ. Ist eine Mülldeponie schuld, die bereits zur Maisfeldlandung des Airbus A321 von Ural Airlines führte?

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Fast genau vor fünf Jahren passierte ein Zwischenfall, der weltweit für Schlagzeilen sorgte. Ein Airbus A321 von Ural Airlines startete am 15. August 2019 am Flughafen Moskau-Zhukovsky in Richtung Simferopol. Die Piloten entschieden sich zum Start, obwohl sie vor Vogelschwärmen gewarnt wurden.

Prompt gerieten kurz nach dem Abheben Vögel in die beiden Triebwerke. Die Motoren fielen aus. Die Piloten mussten mit dem A321 in einem Maisfeld in der Nähe landen, um eine Katastrophe zu verhindern. Niemand kam bei der Notlandung ums Leben.

Offene Mülldeponie zieht Vögel an

Als ein Grund für den Vogelschlag wurde damals eine Mülldeponie ausgemacht. Sie liegt rund zwei Kilometer vom Flughafen Zhukovsky entfernt. Dort wird Hausabfall gesammelt, zerkleinert und gepresst, bevor er später anderswo verbrannt wird. Dies alles geschieht draußen. Entsprechend häufig sind dort Vögel, die sich auf Nahrungssuche im Müll bedienen.

Trümmer an der Absturzstelle. Bild: Verwaltung der Region Kolomna

Ganz in der Nähe stürzte am Freitag (12. Juli 2024) auch der Superjet von Gazpromavia ab. Wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet, vermuten die Behörden einen doppelten Triebwerksausfall als Auslöser. Und gemäß der Agentur Tass vermuten Ermittler inzwischen Vogelschlag als Grund für das doppelte Motorenversagen.

Aus rund 915 Metern abgestürzt

Das Flugzeug mit der Kennung RA-89049 war nach langer Wartung am Freitag um 14:52 Uhr am UAC-Werksflughafen Lukhovitsy gestartet. Die Landung am Flughafen Moskau-Vnukovo war für 15:40 Uhr geplant. Der letzte Kontakt mit der Besatzung erfolgte um 14:56 Uhr. Die Flugsicherung hatte da festgestellt, dass der Superjet nicht stieg, obwohl das abgemacht worden war.

Der verunglückte Superjet. Bild: Anna Zvereva/Flickr/CC-BY-SA 2.0 (bearbeitet)

Vier Minuten später riss der Kontakt rund 98 Kilometer östlich von Moskau in einer Höhe von 915 Metern ab. Der Superjet sank da mit einer Geschwindigkeit von rund 2100 Meter pro Minute.

Mehr zum Thema

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

Superjet in der Nähe von Moskau abgestürzt

Superjet von Rossiya: Bei einem ging etwas schief.

Superjet machte 39 Flüge ohne wichtiges Teil in Triebwerken

Superjet-Pilot muss sechs Jahre in die Strafkolonie

Superjet-Pilot muss sechs Jahre in die Strafkolonie

Yakovlev Superjet 100 von Rossiya: Nicht zufrieden mit der Ersatzteilversorgung.

Rossiya zankt sich mit staatlichem Unternehmen wegen Ersatzteilen für Yakovlev Superjet 100

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack