Sukhoi Superjet 100: Ein anderer Flieger war im Einsatz.

Sukhoi: Fataler Kurswechsel?

Offenbar verliess der Superjet 100 die geplante Strecke, bevor er in Indonesien abstürzte. Auch war er bloß eine Ersatzmaschine.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Er hatte nicht um Erlaubnis gefragt», sagte der indonesische Fluglotsenchef Mulya Abdi der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Der Pilot des Sukhoi Superjet 100, der am 9. März während eines Demonstrationsfluges auf einer Höhe von 1767 Metern über Meer am Mount Salak zerschellte, hatte offenbar kurz vor dem Unglück die geplante Route verlassen. Zuvor war er einige Minuten nahe der Militärbasis Atang Sanjaya gekreist. Dann verließ er mit dem modernen Flieger aus russischer Produktion, an dessen Bord sich 45 Menschen befanden, den vorgeschriebenen Pfad. Zuvor hatte der Pilot noch darum gebeten, die Flughöhe zu reduzieren: Von 10'000 auf 6000 Fuß.

Am schlechten Wetter dürfte der plötzliche Planwechsel nicht gelegen haben. Der Vorsitzende der Pilotengewerkschaft der Fluggesellschaft Garuda, Stephanus Gerardus, erklärt, warum er das denkt: «In der Regel würden Piloten um die Erlaubnis bitten, in so einem Fall höher zu steigen», erklärt er. Auch wenn es manchmal vorkomme, dass eine niedrigere Flughöhe gewählt wird. «Wenn man weiß, dass Berge unter einem sind, dann tut man aber so etwas nicht», so Gerardus. Erste Untersuchungsergebnisse zeigten, dass der Jet quasi frontal in die steile Bergwand flog.

Anderer Flieger als gedacht

Wie genau das geschehen konnte, soll nun die Auswertung der inzwischen geborgenen Blackbox zeigen. Die indonesischen Behörden übernehmen diese, da der Absturz in ihrem Land stattfand. 78 russische Ermittler assistieren aber dem indonesischen Team bei der Suche nach der Absturzursache. Einige Experten gehen davon aus, dass der Übermut des Piloten zum Absturz führte. «Bei solchen Flügen ist definitiv auch einiges an Angeberei im Spiel», so etwa Luftfahrtexperte Tom Ballantyne gegenüber der Jakarta Post. Wenn man über einem interessanten Gebiet fliege, kreise man schon einmal etwas, und dabei komme es auch vor, dass das Flugzeug niedriger fliege als eigentlich gedacht.

Inzwischen ist auch bekannt, dass der verunglückte Flieger ein anderer war als der, den Sukhoi eigentlich für die Asien-Tour ausgewählt hatte. Eigentlich war ein Testflieger vorgesehen. Doch dieser hatte bei der ersten Station Pakistan am 6. Mai offenbar Probleme gemacht. Wie der Hersteller bekannt gab, gabe es ein Ölleck am Triebwerk. Aus diesem Grund wurde dann ein Ersatzflieger nach Indonesien geschickt, der Sukhoi Superjet 100 mit der Nummer 95004.

Mehr zum Thema

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Das Kleinflugzeug nach dem Absturz in Gloucestershire: Der Pilot überlebte leicht verletzt.

Bauteil aus dem 3D-Drucker führte zum Absturz eines Kleinflugzeugs

Schnappschildkröte auf der Piste: Ein Pilot musste dem Tier ausweichen und stürzte ab.

Schnappschildkröte löst tödlichen Unfall mit historischem Flugzeug aus

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg