Nach dem Absturz eines Geschäftsreiseflugzeugs vom Typ Bombardier Challenger 650 am Flughafen Bangor im US-Bundesstaat Maine haben die Behörden deutlich höhere Opferzahlen bestätigt. Nach Angaben der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA kamen bei dem Unfall am Sonntagabend sieben Menschen ums Leben, eine weitere Person wurde schwer verletzt.
Das Flugzeug mit dem Kennzeichen N10KJ verunglückte kurz nach dem Start von der Piste 33 des Bangor International Airport. Laut einem ersten FAA-Bericht stürzte der Jet «unter bislang ungeklärten Umständen» beim Abflug ab, kam kopfüber zum Stillstand und fing Feuer. An Bord befanden sich nach Angaben der Flugsicherung drei Crewmitglieder und bis zu fünf Passagiere. Die Maschine war auf eine in Houston registrierte Gesellschaft zugelassen.
Flughafen bleibt bis Mittwoch geschlossen
Der Unfall ereignete sich während eines schweren Wintersturms, der weite Teile des Nordostens der USA erfasst hatte. In Maine herrschten Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt, dazu kam Schneefall mit eingeschränkter Sicht. Auf Mitschnitten des Funkverkehrs ist kurz vor dem Start von Gesprächen über schlechte Sichtverhältnisse und Enteisung zu hören. Rund zwei Minuten nach der Startfreigabe meldete der Tower einen vollständigen Stopp des Flugbetriebs, wenig später wurde ein «auf dem Rücken liegendes Flugzeug» gemeldet.
Der Flughafen Bangor bleibt infolge des Unglücks bis mindestens Mittwochmittag geschlossen. Die Ermittlungen werden gemeinsam von der FAA und der National Transportation Safety Board geführt. Die NTSB kündigte an, ein Untersuchungsteam nach Bangor zu entsenden, wies jedoch darauf hin, dass die Wetterlage die Anreise verzögern könne. Weitere Details zum Unfallhergang sollen erst nach Eintreffen der Ermittler veröffentlicht werden.
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