ATR72 von Avanti Air unterwegs für Flytouropa: Nicht mehr nach Berlin.

Flytouropa stellt Inlandsflüge ein

Die Fluglinie gibt die Inlands-Strecken ab Memmingen nach sechs Monaten wieder auf. Schuld sei auch das Debakel um den neuen Flughafen Berlin.

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Morgens um 6.05 Uhr ging es los. Mit einer ATR 72 mit 68 Sitzplätzen flog Flytouropa am 11. Juni erstmals die neue Strecke vom Flughafen Memmingen Allgäu nach Berlin Schönefeld. Täglich außer samstags wurden die Verbindungen angeboten, teilweise gar doppelt. Gleichzeitig startete sie auch eine neue Verbindung nach Hamburg. «Die Tagesrandverbindungen zusammen mit den Mittagsabflügen ermöglichen es vor allem Geschäftsleuten, die Aufenthaltsdauer flexibel zu gestalten und die Zeit intensiv zu nutzen», sagte Geschäftsführer Georg Eisenreich zum Start. Aber auch für Städtetouristen sind diese Flugzeiten sehr attraktiv.

Offenbar nicht genug attraktiv. Am 1. Dezember fliegt Flytouropa zum letzten Mal auf innerdeutschen Strecken, wie die Lokale Zeitung Memmingen und das Fachportal CH Aviation melden. «Leider hielt die konkrete Buchungslage nicht das, was im Vorfeld an Wünschen nach diesen Flügen geäußert wurde», schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Ein Grund dafür sei auch die verzögerte Inbetriebnahme des neuen Berliner Großflughafens, der ursprünglich angeflogen werden sollte. «Berlin-Schönefeld wurde von Geschäftsreisenden als alternativer Flughafen nicht akzeptiert», so Flytouropa. Ursprünglich wurden die Inlandsdestinationen Berlin und Hamburg als Ersatz für Flüge eingeführt, welche Air Berlin Ende 2010 einstellte.

Virtuelle Airline

Flytouropa besitzt selbst keine Flieger, die Flüge wurden von der deutschen Avanti Air mit Sitz am Flughafen Siegerland bei Siegen durchgeführt. Neben den beiden innerdeutschen Strecken bietet Flytouropa als Marke der Touropa Touristik ab Memmingen Flüge auf die Kanarischen Inseln an. Im Sommer kommen Antalya in der Türkei und Paphos auf Zypern hinzu. Sie werden von Germania mit einer Boeing B737-700 durchgeführt. Diese Charterflüge sollen auch künftig angeboten werden.

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