Der «Phönix» soll mit Solarkraft betrieben werden

Wunderjet aus Polen

Forscher aus Warschau wollen ein Flugzeug bauen, das in der Stratosphäre fliegt und die Luftfahrt revolutionieren soll.

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In Polen forscht man an einem neuen Flugzeug, das in den Augen der Initianten die Luftfahrt revolutionieren wird. Piloten wird der Jet mit dem Projektnamen Phönix nicht brauchen. Er soll unbemannt fliegen. Auch Emissionen wird es - so die Pläne der Forscher am Aviatik-Institut Warschau - keinerlei produzieren. Phönix wird durch nicht näher definierte «erneuerbare Energien» und Solarzellen angetrieben.

Die Phönix-Macher unter Teamleiter Krystian Woźniak wollen hoch hinaus. Ihr Flugzeug soll in über 15 Kilometern Höhe in der Stratosphäre fliegen. Dadurch gibt es keine Beeinträchtigung oder Gefährdung der zivilen Luftfahrt. Eingesetzt werden soll der Jet unter anderem von Polizei und Militär. Mit einer Spezialkamera kann er genaue topografische Informationen über die Umgebung, die er überfliegt, liefern. Der Polizei könnte das unter anderem helfen, so die Forscher, wenn sie ein Fahrzeug am Boden verfolgt.

Wie die Panzer im ersten Weltkrieg

Militärisch soll es eine spektakuläre Änderung bedeuten. Major Arkadiusz Kups, ehemaliger Angehöriger der Polnischen Luftfahrtspezialeinheit GROM vergleicht es mit der Einführung der Panzer im ersten Weltkrieg: «Genauso wie das die Kriegsführung fundamental verändert hat, könnte ein solches Flugzeug die kriegerischen Konflikte von heute beeinflussen.» Der Jet könnte im Militär beispielsweise als Späher eingesetzt werden.

Vor allem finanziell würde das, so Kups, einen massiven Vorteil bedeuten: «Der grösste Kostenfaktor ist bei solchen Manövern das Personal». Ausbildung und Beschäftigung der Piloten Für ein solches Stratosphärenflugzeug wären aber so teuer, dass sich das niemand leisten könne. Wann aus der abstrakten Forschung Realität wird, steht daher noch in den Sternen. Seit zehn Jahren arbeitet man am Luftfahrtinstitut an dem vom Forschungsministerium finanzierten Projekt. Und es gibt noch einige Hindernisse zu überwinden. So etwa die Ausrüstung. Die muss nämlich so einiges aushalten. In der Höhe, in der das Flugzeug fliegt, ist es etwa minus 55 Grad Celsius kalt.

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