Flugzeug: Manchmal ist nicht klar, wer hinter einer Order steckt.

Orders bei Airbus und BoeingWarum so viele Kunden anonym bleiben

Mehr als 400 Flugzeuge verkauften Airbus und Boeing in Farnborough an Kunden, die ihren Namen noch nicht preisgeben wollen. Der Grund dafür ist in Washington zu finden.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Auch bei der Farnborough Airshow 2018 wurden wieder Deals im Wert von Dutzenden Milliarden Dollar bekanntgegeben. Auffallend häufig blieb dabei der Name des Käufers der Flugzeuge geheim. Mehr als 400 Flieger gingen bei der diesjährigen Ausgabe der größten Luftfahrtmesse der Welt an anonyme Käufer.

Dass sich ein Käufer nicht gleich outen will, ist weder verdächtig noch neu. Es kommt seit jeher vor. Manchmal will ein Kunde die frohe Botschaft eines Ausbaus oder einer Flottenerneuerung ganz einfach zu einem gewissen Datum selbst verkünden. Zudem möchten die Fluglinien sich nicht immer gleich in die Karten blicken lassen, um die Konkurrenz zu überraschen. Manchmal müssen die internen Aufsichtsgremien den ausgehandelten Deal nochmals definitiv absegnen. Oder es gibt noch gesetzliche Hürden vor der Bekanntgabe.

Angst vor Washington

Dieses Jahr fiel die hohe Zahl der nicht offengelegten Kunden aber deutlich aus dem Rahmen. Wie mehrere Quellen bestätigen, handelt es sich fast ausschließlich um chinesische Unternehmen. Laut Airbus-Verkaufschef Eric Schulz liege das daran, dass sie derzeit Angst hätten, sich als Kunden zu outen. Sie fürchten den Handelskrieg zwischen den USA und China zu verschärfen, den US-Präsident Donald Trump entfacht hat.

Trump will das Defizit der Vereinigten Staaten im Handel mit China verringern. Er glaubt, mit Strafzöllen die Volksrepublik zum Einlenken bringen zu können. Bestellungen von Flugzeugen in Europa könnten von Washington als Affront angesehen werden, da ein Einkauf in den USA helfen würde, das Ungleichgewicht zu verringern. Ein Einkauf in den USA, welche die heimische Industrie mit horrenden Strafzöllen belegen, würde in Peking wohl nicht gern gesehen.

Mehr zum Thema

Auch British Airways kauft ein. Die Fluglinie unterzeichnete eine Absichtserklärung zum Kauf von drei Boeing 777-300 ER. (19. Juli)

Die Bestellungen der Farnborough Airshow 2018

Boeing 787-8

Was ist 2025 in der Luftfahrt passiert?

Airbus A320 von Air China: Die Fluglinie odert erneut beim europäischen Hersteller.

Air China bestellt 60 Airbus A320 Neo

ticker-airbus-neo-1

Airbus übergibt 800. A320 aus Endmontage in Tianjin

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack