Alexander Neradko: Ist seinen Job los.

RosaviatsiyaWarum feuerte der Kreml den altgedienten Chef der Luftfahrtbehörde?

14 Jahre lang stand Alexander Neradko an der Spitze von Rosaviatsiya. Jetzt wurde er Knall auf Fall als Chef der russischen Luftfahrtbehörde entlassen. Grund soll die Abmeldung von Flugzeugen aus dem russischen Register sein.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Alexander Neradko machte eine geradlinige Karriere - zuerst in der Sowjetunion, danach in Russland. Der Moskauer studierte am Moscow State Technical University of Civil Aviation MGTUGA und schloss das Studium 1984 erfolgreich ab. Danach begann er als Flugzeugtechniker zu arbeiten, bald wurde er zum leitenden Sachverständigen der staatlichen Kommission für die Überwachung der Flugsicherheit der UdSSR ernannt. Nach der Auflösung des Vielvölkerstaates blieb er Teil der Organisation, die später zu Rosaviatsiya wurde.

Er stieg nach und nach ganz an die Spitze hoch. 2009 übernahm Neradko den Chefposten bei der russischen Luftfahrtbehörde. Doch vergangenen Woche wurde der 62-Jährige mit sofortiger Wirkung seiner Aufgaben entbunden, wie die russische Regierung mitteilte. Zum neuen Chef ernannte sie den 35-jährigen Dmitry Yadrov, der offenbar aus der Presse von seiner Ernennung erfuhr und bisher stellvertretender Chef von Rosaviatsiya war.

Abgang von Flugzeugen aus Russland

Über die Gründe für den Wechsel an der Spitze von Rosaviatsiya schweigt sich die Regierung aus. Gemäß der Zeitung Izvestia soll sich die Entlassung aber über längere Zeit angebahnt haben. So sei Neradko im Mai 2022 bereits einmal gerügt worden, weil er «systematisch die Anweisungen von Verkehrsminister Vitaly Savelyev und der Regierung nicht befolgt habe», wie es im Bericht heißt.

Und es habe danach fünf Versuche für eine Absetzung gegeben. Dabei geht es offenbar vor allem darum, dass Neradko zuließ, dass Rosaviatsiya zwischen März 2022 und Juni 2023 insgesamt 59 Flugzeuge aus dem russischen Zivilluftfahrzeugregister strich. Die meisten davon wurden ins Ausland abgemeldet. Besonders gestört hat offenbar, dass acht Flieger, darunter Ilyushin Il-76, an Firmen in Ländern gingen, die Moskau aus feindlich einstuft, wie der Luftfahrtkanal Aviatorshina berichtet.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Aeroflot: Russland sagt, der Sita-Ausschluss bringe keine nennenswerten Probleme.

IT-Ausschluss bringt russischen Airlines Probleme - und nicht nur ihnen

Sukhoi Superjet von Rossiya: Das Cockpitpersonal beschwert sich.

Russische Navigationsdatenbank ist «schlicht unvollständig»

Hacker: Griffen Rosaviatsiya an.

Löschten Hacker riesige Datenbestände bei russischer Luftfahrtbehörde?

ticker-izhavia-1

Lizenz von Izhavia entzogen: Bericht über herausgerissene Seiten aus Notfallhandbuch

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil