Britten-Norman Islander von Figas auf den Falklandinseln: Hersteller vor Schwierigkeiten.

Verwalter eingesetztTraditionshersteller Britten-Norman in finanziellen Turbulenzen

Der britische Flugzeugbauer ist dabei, seine Produktion zurück nach Großbritannien zu verlagern. Das ist offenbar teuerer als erwartet. Daher sucht Britten-Norman neue Investoren.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war ein ungewöhnlicher Schritt. Im vergangenen Juni kündigte Britten-Norman an, die Fabrik in der Nähe von Bukarest zu schließen. Die Herstellung der BN-2 Islander und Defender wurde nach 55 Jahren von Rumänien zurück nach Großbritannien geholt. Als Grund nannte das Management die steigenden Kosten in Osteuropa.

Das neue Werk am Hauptsitz der Dachgesellschaft B-N Group am Bembridge Airport auf der Isle of Wight wurde im vergangenen September eröffnet. Es ergänzt das Werk am Solent Airport bei Portsmouth an der Küste gegenüber der Insel. Von der räumlichen Nähe erhofft sich das Management mehr Effizienz bei Beschaffung und Produktion, was deutliche Kostenvorteile bringen soll.

Verachtfachung des Ausstoßes geplant

Bereits im kommenden Sommer will Britten-Norman die erste wieder vollständig in Großbritannien BN-2 Islander ausliefern. Und das Unternehmen, das mehrheitlich der omanischen Zawawi Group gehört, hat für danach große Pläne. Ziel ist es, die Produktion von zwei Flugzeugen pro Jahr innerhalb von 24 Monaten auf acht und danach bis auf 16 Flugzeuge pro Jahr zu erhöhen. Helfen sollen dabei die Pläne zur Umrüstung der Flieger auf Wasserstoffantrieb.

Doch die Kosten der Rückverlagerung der Produktion nach Großbritannien sind offenbar immens. Die B-N-Group-Tochter Britten-Norman Aircraft Limited hat kürzlich bei der King's Bench Division des High Court of Justice beantragt, einen Verwalter zu ernennen, wie das Luftfahrtdatenportal CH Aviation schreibt. «Während der Vorstand weiterhin konstruktive Gespräche mit den wichtigsten Interessengruppen des Unternehmens führt, hat er beschlossen, Gerichtsdokumente einzureichen, um die Position des Unternehmens zu schützen», wird ein Sprecher im Bericht zitiert. Dies werde es ermöglichen, sich auf die Erreichung der richtigen Struktur für jede vorgeschlagene neue Investition zu konzentrieren.

Hoher Verlust im Geschäftsjahr 2021/22

Zur Unterstützung der Pläne habe man zudem Berater angeheuert. Sie würden «bei der Prüfung von Optionen zur Sicherung der erforderlichen zusätzlichen Investitionen helfen», so der Sprecher. Die finanzielle Lage von Britten-Norman hat sich 2022 markant verschlechtert. Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/22 wies der Flugzeugbauer bei einem Umsatz von 8,9 Millionen einen Verlust von 3,6 Millionen Pfund aus. Die Jahresrechnung 2022/23 hat das Unternehmen bisher nicht eingereicht. Das britische Handelsregister führt sie als «überfällig» auf.

Blick aus einer Britten-Norman Islander von Figas auf den Falklandinseln. Bild: aeroTELEGRAPH

Einzige Produkte von Britten-Norman sind die BN-2 Islander und ihr Derivat Defender. Sie werden seit 1965 produziert. Bisher wurden beinahe 1300 Exemplare des zweimotorigen Kolben- oder Turbopropflugzeugs gebaut. Damit gehören die beiden Varianten zu den meistverkauften zivilen europäischen Flugzeugen.

Eine zivile Version mit verschiedenen Varianten und eine militärische

Die BN-2 Islander weist ein maximales Startgewicht von drei Tonnen, eine maximale Geschwindigkeit von 273 Kilometer pro Stunde und eine minimale Startstrecke von 370 Metern auf. In der Passagiervariante finden in ihr neun Fluggäste Platz. Die Islander kann auch als Ambulanz-, Fracht-, Spezialmissions- oder VIP-Version bestellt werden. Die Defender ist die Militärversion.

Mehr zum Thema

Flugplatz Uetersen/Heist: Die Britten-Norman BN-2 Islander mit dem Kennzeichen D-IOLO ...

Mit der Britten-Norman Islander nach Helgoland

Blick aus de Flugzeug auf die Isles of Scilly: Wasserstoff als Zukunftslösung.

Britten-Norman Islander fliegen schon bald mit Wasserstoff

Die Royal Air Force setzte ihre Britten-Norman Defender 4000 für Überwachungsflüge ein.

Aus Militär- werden Passagierflieger mit gewissem Extra

ticker-vereinigtes-koenigreich uk grossbritannien

Großbritannien lockert Slot-Regeln

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies