Blick aus de Flugzeug auf die Isles of Scilly: Wasserstoff als Zukunftslösung.

Flüge zu britischen InselnBritten-Norman Islander fliegen schon bald mit Wasserstoff

Britten-Norman wollte auf Elektroantrieb setzen. Jetzt sieht der Flugzeugbauer die Zukunft seiner Islander im Wasserstoff - für Flüge auf die Isles of Scilly.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

140 Eilande liegen 45 Kilometer vor der Südwestspitze Englands und machen zusammen die Isles of Scilly aus. Mehr als 100.000 Touristinnen und Touristen besuchen sie jährlich. Sie suchen die Abgeschiedenheit und raue, atemberaubende Schönheit der Natur.

Nicht nur für sie, sondern auch für die 2000 Bewohnerinnen und Bewohner der Inseln sind die Flugverbindungen von der Hauptstadt St. Mary’s nach Lands End, Newquay und Exeter wichtig. Die lokale Airline Skybus bedient sie mit ihrer Flotte von vier Britten-Norman BN-2 Islander und vier de Havilland Canada DHC-6 Twin Otter.

Elektrizität klappt nicht

Die Fluggesellschaft und ihre Mutter Isles of Scilly Steamship Group planen, die Flüge künftig klimaneutral durchzuführen. Zuerst dachten sie dabei an einen elektrischen Antrieb. Doch der Plan hat sich inzwischen zerschlagen. Das Gewicht der Batterien, die Ladezeit und die fehlende Infrastruktur machten Elektrizität für die Inselflüge impraktikabel, so die Begründung.

Britten-Norman BN-2 Islander von Skybus: Bild: Tis Meyer/Planepics.org

Deshalb setzt Skybus zusammen mit den Partnern Britten-Norman und Cranfield University auf Wasserstoffantrieb. Dank Brennstoffzellen könnten Betreiber «eine größere Flexibilität und eine höhere Auslastung» erreichen, teilen sie mit. Zudem liege eine Senkung der Wartungskosten beim Antrieb um 50 Prozent und eine Senkung der variablen Kosten um 40 bis 50 Prozent drin.

So gut wie herkömmliches Kerosin

Auch die Lieferung des Treibstoffes sei kein Problem, so Skybus, Britten-Norman und Cranfield University. Wasserstoff könne vor Ort mit erneuerbaren Energien hergestellt und relativ einfach gespeichert werden, ohne dass ein komplexes Ladenetz erforderlich sei. Die Umlaufzeiten seien zudem «ähnlich lang wie bei fossilen Brennstoffen, was zu einer größeren Ausfallsicherheit führt».

Ein Nachteil: Die Reichweite der Flugzeuge sinkt mit Wasserstoff stark, von bis zu 1348 Kilometer auf 250 Kilometer. Die maximale Flugdauer würde eine Stunde plus 45 Minuten Reserve betragen. Für die Flüge auf viele der britischen Inseln reicht das aber aus. Britten-Norman sieht eine Option vor, dass alle rund 700 Islanders nachgerüstet werden können. Der Erstflug ist für 2022 geplant, die Markteinführung für spätestens 2024.

Mehr zum Thema

Beladung eines Flugzeugs mit Wasserstoffkapseln: So stelle sich die Firma Universal Hydrogen das vor.

Icelandair will mit Wasserstoff in Kapseln fliegen

Prototyp der HY4: Strom für Elektromotoren aus Wasserstoff.

Taugt Wasserstoff als Revolutionär der Luftfahrt?

Die Spirit of Innovation: In der Nase des Fliegers sitzt der E-Motor.

Wie sieht die grüne Zukunft der Luftfahrt aus?

Konzept: Die neue Piste in London Heathrow soll über die Straße führen.

London-Heathrow baut eine Autobahn - und blickt dabei nach Frankfurt

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack