Boeing 787 «Berlin» bei der Taufe: Früher stand der Name auf eine Airbus A380.

Über 300 Namen Nach Schreibfehler: Pfaffenhofen an der Ilm gibts auch künftig in der Flotte - wie Lufthansa Flugzeugnamen vergibt

Die Zukunft der D-AIBP ist ungewiss. Doch selbst wenn der Airbus A319 nie wieder für Lufthansa fliegen sollte, verschwindet der Name Pfaffenhofen an der Ilm nicht aus der Flotte. Die Airline erklärt gegenüber aeroTELEGRAPH, wie ihre Städtepatenschaften funktionieren.

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Ein kleines i sorgte dieser Tage in Pfaffenhofen an der Ilm für Stirnrunzeln, aber dann doch auch für große Freude. Auf einem Airbus A319 von Lufthansa ist der Name der Stadt falsch geschrieben. Das I im Zusatz Ilm ist klein statt groß geschrieben. Beim C-Check im Ausland hatte man schlicht die falsche Schablone verwendet. Inzwischen wurde der Fehler allerdings auch korrigiert.

Der Erste Bürgermeister der oberbayerischen Kreisstadt ist begeistert, dass es überhaupt wieder ein Flugzeug mit dem Namen seiner Stadt gibt. Nachdem vor fünf Jahren die Bombardier CRJ900 mit dem Kennzeichen D-ACKA ausgeflottet worden war, trug zunächst kein Lufthansa-Flugzeug mehr den Namen von Pfaffenhofen an der Ilm durch Europa. Mit der D-AIBP hat sich das geändert.

Wie es mit D-AIBP von Lufthansa weitergeht, ist offen

Doch inzwischen herrscht schon wieder Ungewissheit. Denn der Airbus A319 ist mehr als 20 Jahre alt und gehörte zuletzt zur Flotte von Lufthansa Cityline. Nach der plötzlichen Schließung der Lufthansa-Tochter im April wurde das Flugzeug stillgelegt. Aktuell ist es geparkt – und wie es mit ihm weitergeht, ist offen. Und so fliegt Pfaffenhofen an der Ilm nicht mehr durch Europa.

Airbus A319 D-AIBP: Kleiner Schreibfehler oder Absicht?

Lufthansa bestätigt aeroTELEGRAPH, dass über die Zukunft des Airbus A319 noch keine Entscheidung gefallen sei. Selbst wenn die D-AIBP jedoch nicht mehr in den Dienst zurückkehren sollte, würde das nicht das Ende der Städtepatenschaft bedeuten. Scheidet ein Flugzeug aus der Flotte aus, kommt der Name auf eine Warteliste. Sobald ein passendes neues Flugzeug verfügbar ist, wird die Patenschaft auf dieses übertragen. Im Fall von Pfaffenhofen an der Ilm wäre das wieder ein Kurz- oder Mittelstreckenflugzeug.

Große Städte, große Flugzeuge

Dieses Prinzip verfolgt Lufthansa seit Jahrzehnten. 1960 erhielt mit einer Boeing 707 erstmals ein Flugzeug einen Städtenamen: Berlin. Ziel war es, die Verbundenheit der Airline mit den Regionen Deutschlands sichtbar zu machen. Heute gibt es mehr als 300 Städtepatenschaften. Bei der Vergabe orientiert sich Lufthansa unter anderem an der historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung eines Ortes. Außerdem gilt: Je größer die Stadt, desto größer in der Regel auch das Flugzeug.

Dass eine Patenschaft über Generationen von Flugzeugen hinweg erhalten bleibt, zeigt das Beispiel Berlin. Nachdem der Airbus A380 D-AIMI ausgeflottet worden war, übernahm 2022 die Boeing 787-9 mit dem Kennzeichen D-ABPA den Namen der Hauptstadt. Für Pfaffenhofen an der Ilm bedeutet das: Selbst wenn die D-AIBP nie wieder mit Passagieren abheben sollte, wird der Name irgendwann auf ein anderes Flugzeug übergehen. Das könnte allerdings etwas dauern, denn erst einmal muss eines in der richtigen Größe frei werden.

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