Airbus A320 von Lufthansa: Muss zum Check.

Nach Easa-VerfügungSo reagieren Condor, Lufthansa und Swiss auf das Problem mit dem Airbus A320

Über 6000 Flugzeuge der Airbus A320-Familie sind von einem Problem betroffen, dass sofort überprüft werden muss. Die Lufthansa-Gruppe hat einen Großteil der Updates noch am selben Abend erledigt und konnte Streichungen verhindern.

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Luftfahrt

Es passierte Ende Oktober. Der Airbus A320 von Jetblue mit dem Kennzeichen N605JB war gerade unterwegs von Cancún nach New York-Newark, als er plötzlich an Höhe verlor. Die Luftfahrtbehörde der USA untersuchte danach ein mögliches Problem mit der Flugsteuerung. Jetzt ist klar, dass es das tatsächlich gegeben hatte.

Airbus hat am Freitag (28. November) eine weltweite Überprüfung von mehr als 6000 A319, A320, A321 sowie A319 Neo, A320 Neo und A321 Neo angeordnet. Das entspricht gemäß dem Analyseunternehmen Cirium rund zwei Dritteln aller weltweit im Einsatz stehenden Jets der A320-Familie (siehe Grafik). Analysen zeigten, dass starke kosmische Sonnenstrahlung sicherheitsrelevante Daten der Flugsteuerung verfälschen könne, so der Flugzeugbauer.

Airbus A320 Neo und A321 Neo von Condor nicht betroffen

Betreiber müssen nun unverzüglich Anpassungen vornehmen. Je nach Alter und Konfiguration der Flugzeuge der Airbus A320-Familie können Software-Updates direkt vor Ort erfolgen. Bei älteren Jets kann zuvor ein Hardware-Eingriff nötig sein. Die Arbeiten gelten als eingermaßen unkompliziert, führen aber zu betrieblichen Einschränkungen.

Auch Fluggesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind vom Problem logischerweise betroffen. Man prüfe aktuell ihre Flotte und arbeite daran, die Auswirkungen auf den Flugbetrieb so gering wie möglich zu halten, erklärt eine Sprecherin von Condor. Sicherheit habe stets höchste Priorität. «Bisher steht fest, dass die für Condor im Einsatz befindlichen Airbus A320/A321 Neo nicht vom erforderlichen Software-Update betroffen sind», sagt sie weiter.

Lufthansa: «Mehrere Stunden pro Flugzeug»

Auch Lufthansa betont, dass Sicherheit oberste Priorität habe. «Wie alle betroffenen Fluggesellschaften weltweit werden wir alle Anforderungen des Herstellers und der Behörden strikt einhalten und haben bereits mit der Umsetzung der von Airbus vorgeschriebenen Maßnahmen begonnen», so ein Sprecher der deutschen Fluggesellschaft. Der Vorgang nehme «mehrere Stunden pro Flugzeug in Anspruch». Deshalb könne es am Wochenende zu einer geringen Anzahl von Flugausfällen oder Verspätungen kommen.

Bei Swiss betont man, dass die Flugzeuge gemäß Hersteller und Behörden «weiterhin als sicher betreibbar» gälten. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolge daher parallel zum laufenden Betrieb. Man nutze die Nachtstunden, um die Software-Updates einzuspielen. «Wir beobachten die Lage kontinuierlich und nehmen, nur wenn nötig, Anpassungen im Flugprogramm vor. Ganz ausschließen können wir sie über die kommenden Tage noch nicht» so der Sprecher.

Lufthansa-Gruppe hat Großteil der Updates noch am selben Abend erledigt

Am Samstagmorgen (29. November) gab die Lufthansa-Gruppe ein positives Update: Wir haben direkt am gestrigen Freitagabend mit der Umsetzung der von Airbus vorgeschriebenen Maßnahmen begonnen, so ein Sprecher. Ein Großteil der Software-Updates konnte bereits in der vergangenen Nacht sowie am Samstagvormittag durchgeführt werden. Es komme voraussichtlich zu keinen Flugstreichungen bei den Airlines der Lufthansa Group aufgrund der Situation, dennoch können vereinzelte Verspätungen am Wochenende nicht ausgeschlossen werden.

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