Ein Airbus A320 (Symbolbild): Solch ein Flugzeug war in den Vorfall verwickelt.

In SlowenienDeutscher Airbus A320 und Hubschrauber kamen sich zu nahe - Kollisionswarnung ausgelöst

Am Flughafen Maribor in Slowenien kam es im November 2024 zu einer Annäherung zwischen einem in Deutschland zugelassenen Airbus A320 und einem Hubschrauber. Im Cockpit des Verkehrsflugzeuges schlug das Kollisionswarnsystem Alarm.

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Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, kurz BFU, veröffentlicht Monatsberichte - kürzlich den für November 2024. Darin enthalten ist auch eine Information zu einer schweren Störung, die sich am 29. November 2024 um 12:57 Uhr in Maribor in Slowenien ereignete.

«In der Kontrollzone des Flughafens kam es zu einer Annäherung zwischen einem Verkehrsflugzeug und einem Hubschrauber», schreibt die BFU. Der Hubschrauber flog dem kurzen Bericht zufolge ein Ausweichmanöver. «Die Besatzung des Verkehrsflugzeugs wurde durch das Kollisionswarnsystem durch einen Verkehrshinweis (TCAS TA) auf den Konfliktverkehr hingewiesen», heißt es weiter. Es habe keine Verletzten gegeben.

Airbus A320 befand sich auf einem Trainingsflug

Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen Airbus A320, der Trainingsflüge absolvierte*. Der Hubschrauber war ein Aérospatiale AS 350 der Allgemeinen Luftfahrt, der einen geschäftlichen Flug absolvierte. Die BFU unterstützt die Untersuchung, da der A320 in Deutschland zum Verkehr zugelassen ist oder war. Der Bericht der deutschen Behörde enthält keine weiteren Angaben zum Vorfall, zum Flugzeug oder zu dessen Betreiber.

In Slowenien ist für Flugunfalluntersuchungen die «Air, Marine and Railway Accident and Incident Investigation Unit» zuständig, angesiedelt beim Infrastrukturministerium. Auf Anfrage von aeroTELEGRAPH erklärte eine Behördensprecherin, dass der Vorfall untersucht worden sei und der Untersuchungsbericht sich derzeit in Vorbereitung befinde. Weitere Details zum Vorfall werden vorher nicht bekanntgegeben, weder in Slowenien noch durch die BFU.

In Washington kollidierten Flugzeug und Hubschrauber

Wie tragisch es im schlimmsten Fall enden kann, wenn ein Verkehrsflugzeug und ein Hubschrauber sich zu nahe kommen, zeigte der 29. Januar 2025. Damals kollidierten auf American-Airlines-Flug AA5342 eine Bombardier CRJ 700 im Landeanflug auf Washington und ein Hubschrauber der U.S. Army. Es gab keine Überlebenden, 67 Menschen starben.

Die amerikanische Untersuchungsbehörde NTSB stellte Versäumnisse unter anderem bei der Luftfahrtbehörde FAA fest. Diese habe Flugrouten genehmigt, bei denen sich Wege von Hubschraubern und Verkehrsflugzeugen ohne ausreichende vertikale oder horizontale Staffelung kreuzten, so einer der Kritikpunkte. Eine systematische Sicherheitsbewertung habe nie stattgefunden. Und das, obwohl interne Daten für den Luftraum, in dem es viel zivilen und militärischen Verkehr gibt, zuvor Tausende Annäherungen dokumentiert hätten, darunter Dutzende mit hohem Risiko, erklärte das NTSB ein Jahr nach dem Unglück.

*Update, 26. Juni 2026: Zuerst hieß es an dieser Stelle, es habe sich um einen Linienflug gehandelt. Der Grund: In der Kurzmeldung der BFU war die Kategorie Linienflug genannt. Der Abschlussbericht der slowenischen Behörde zeigt nun, dass es ein Trainingsflug war.

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