Das 19 Jahre alte Flugzeug von außen.

Das 19 Jahre alte Flugzeug von außen.

Jet HQ

Boeing, Airbus, Falcon

Nigeria will Beschlagnahmung von Regierungsjets verhindern

Eine chinesische Firma könnte eine Boeing 737, einen Airbus A330 und eine Falcon 7X der nigerianischen Regierung beschlagnahmen. Die wehrt sich und erhebt Vorwürfe.

Top-Jobs

Zimex logo

Administrator AVOR & CAMO

Vollzeit
Zimex Aviation Ltd.
Flugoperationen
Feste Anstellung
Top jobs
Altenrhein
Schweiz
Kasaero Logo

Kaufmännische Leitung und Unternehmensorganisation

Vollzeit
Kasaero GmbH
Luftfahrt
Feste Anstellung
Top jobs
Böblingen
Deutschland
Aero-Dienst

Fluggerätemechaniker (m/w/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Dornier 328

Feste Anstellung
Aircraft Management
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Smartline

First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Vollzeit
Smartline Luftfahrt GmbH
Aircraft Management
Feste Anstellung
Top jobs
Airport St. Gallen Altenrhein
Österreich

Das VIP-Flugzeug wurde im Juli beim Unternehmen Amac in Basel gewartet und steht nun zum Verkauf. Die Boeing 737-700 mit dem Kennzeichen 5N-FGT gehört der Regierung von Nigeria. Diese hat den Regierungsflieger durch einen anderen, größeren ersetzt: Der Airbus A330-200 mit dem Kennzeichen 5N-FGA wurde am 18. August von Basel nach Abuja überstellt.

Rund um die beiden Jets sowie um eine Falcon 7X mit dem Kennzeichen 5N-FGU der nigerianischen Regierung gibt es nun jedoch Ärger. Wie zuerst die nigerianische Zeitung Premium Times am 14. August berichtete, hat ein Pariser Gericht die chinesische Firma Zhongshan Fucheng Industrial Investment ermächtigt, die Flieger zu beschlagnahmen.

Es geht um 74,5 Millionen Dollar

Dabei dreht sich der Streit gar nicht um die Jets selber. Er geht auf einen langen Disput zwischen der chinesischen Firma und der Regierung des nigerianischen Bundesstaates Ogun zurück. 2007 hatten sie einen Vertrag über die Verwaltung einer Exportzone geschlossen, den die Regierung des Bundesstaates aber 2015 widerrief. Dafür sprach ein Pariser Schiedsgericht den Chinesen später 74,5 Millionen Dollar Schadensersatz zu.

Nigeria und der Bundesstaat Ogun wehrten sich juristisch, während Zhongshan Fucheng in Frankreich, Großbritannien und den USA versuchte, Beschlagnahmungen durchzusetzen. Nun sollen nach dem aktuellen Urteil aus Paris die drei Flugzeuge als Sicherheit dienen.

Präsident schon mit A330 unterwegs

Dennoch flog der neue angeschaffte A330-200 am 18. August von Basel nach Abuja. Und am 19. August reiste Präsident Bola Tinubu mit dem VIP-Langstreckenjet auch bereits nach Nizza in Frankreich. Zhongshan Fucheng hatte kurz zuvor laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Stellungnahme erklärt, dass sie auf die Beschlagnahmung des Airbus A330-200 verzichte - als «Zeichen des guten Willens». So wolle man zeigen, dass man an Gesprächen interessiert sei, um eine Kompromisslösung zu finden, so die Firma.

Nigerias Regierung ging derweil verbal zum Angriff über. Bayo Onanuga, Sonderberater von Präsident Bola Tinubu erklärte, man arbeite daran, gegen das Urteil vorzugehen und Nigeria vor «Raubtieren und Betrügern» zu schützen. Zhongshan Fucheng habe schon mehrfach vergeblich versucht, nigerianisches Vermögen im Ausland in die Hände zu bekommen.

Minister mit Vorwürfen gegen Firma

Nigerias Justizminister Lateef Fagbemi ging noch weiter und sagte laut der Zeitung The Nation: «Zweifellos hat Zhongshan wichtige Informationen zurückgehalten und das Gericht in Paris dazu verleitet, die Präsidentenjets der nigerianischen Regierung zu pfänden.» Die Flugzeuge der Regierung seien aber aufgrund diplomatischer Immunität geschützt, so der Minister. Man gehe davon aus, dass das französische Gericht in die Irre geführt worden sei und dass Zhongshan ihre Ansprüche an einen Risikokapitalgeber verkauft habe.

Mehr zum Thema

Die Boeing 737-700 BBJ als Präsidentenjet Nigerias: Steht zum Verkauf.

Nigeria stellt Boeing-737-Präsidentenjet zum Verkauf

Einblick ins Innenleben des Airbus A340, ...

Deutscher Ex-Regierungsjet 16+02 steht wieder zum Verkauf

737-400 von Max Air: Die Airline setzt ihren Inlandsverkehr für 90 Tage aus.

Nigerianische Max Air muss Flugverkehr aussetzen

Nigeria startet fünften Versuch, um Air Nigeria an den Start zu bringen

Nigeria startet fünften Versuch, um Air Nigeria an den Start zu bringen

Video

Der heikle Moment: Die Boeing 737 berührt mit dem Triebwerk fast die Piste.
Bei garstigem Wetter landete eine Boeing 737 der indonesischen Fluggesellschaft in Jakarta. Dabei berührte der Jet von Batik Air mit dem Triebwerk fast die Landebahn.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A321 XLR von Qantas: Hat seine lange Reise gestartet
Die australische Fluggesellschaft hat ihren ersten Airbus A321 XLR übernommen. Und sie bringt ihn mit einem Flug in ihre Heimat, der gleich für einen neuen Rekord sorgt. Qantas will mit dem neuen Modell neue Strecken eröffnen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Sturzflug der Boeing 737 von China Eastern: Wohl absichtlich herbeigeführt.
Im Jahr 2022 stürzte eine Boeing 737 auf einem Inlandsflug auf mysteriöse Weise ab. Bis heute gibt es keinen Abschlussbericht zum Unglück von China Eastern. Und die chinesische Luftfahrtbehörde wird diesen auch nicht veröffentlichen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin