Sukhoi Superjet wartet auf die Lackierung: Der Staat stützt das Projekt.

Moskau subventioniert Superjet

Die russische Regierung zahlt Fluglinien künftig Geld, wenn sie für ihre Flotte heimische Flieger wie den Sukhoi Superjet oder die Antonow An-148 kaufen.

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Die Unterstützung des Regionalflugverkehrs hat in Russland Tradition. Bereits zu Sowjetzeiten wurden Tickets in abgelegenere Gebiete künstlich billig gehalten. Schließlich gibt es im riesigen Land Regionen, die man fast nur auf dem Luftweg erreichen kann. Jedes Jahr zahlt Moskau darum Millionen, um diese weit entfernten Gebiete im Osten zu vernünftigen Preisen mit dem Rest Russlands zu verbinden. Für 2013 sind im Budget zwei Milliarden Rubel (rund 50 Millionen Euro/62 Millionen Franken) für die Ticketsubventionen vorgesehen. Doch Verkehrsminister Maxim Sokolow tut noch einiges mehr. Er zahlt auch die Beihilfen an Regionalairlines zum Kauf neuer Flugzeuge. So sollen die überalterten Flotten erneuert und gleichzeitig der Regionalflugverkehr gefördert werden.

Dieses Jahr versucht Sokolow gleich noch ein drittes Ziel zu erreichen. Bisher wurde nur der Kauf von kleineren Flugzeugen unterstützt. Bei Propellerfliegern galten als Obergrenze 56 Sitze, bei Jets 72 Sitze. Die Fluggesellschaften kauften deshalb 2012 insgesamt 23 Maschinen bei ATR und bei Bombardier. Das soll sich nun ändern. 2013 stehen 700 Millionen Rubel explizit für Käufe von Flugzeugen aus heimischer Produktion bereit. Konkret sollen Bestellungen des Sukhoi Superjets 100 und der Antonow An-148 unterstützt werden. Die Passagier-Obergrenze wurde entsprechend gestrichen, da beide Jets größer sind.

Viele Bestellungen, wenig Auslieferungen

Es ist kein Zufall, dass gerade diese beiden Flugzeugtypen gezielt gefördert werden. Denn bisher wurden zwar über 268 An-148 bestellt, aber seit dem Programmstart 2009 nur 24 gebaut. Airlines beklagten sich regelmäßig über die Unzuverlässigkeit des zweistrahligen Jets. Ähnlich geht es dem Sukhoi Superjet. Immer wieder beklagen sich Fluglinien über den neuen russischen Flieger. Bisher stehen 15 Maschinen in Betrieb und wurden annähernd 170 bestellt. Etwas Rückenwind tut beiden Modellen gut.

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