Produktion bei Boeing: Bisher keine Massenproduktion.

Flugzeuge von Fließband

[image1]Flugzeugbau in der Montagestraße - das gibt es bisher noch nicht. Nun sollen es Roboter möglich machen und deutscher Hilfe.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Flugzeug-Bauteile sind riesig. Allein das macht den Bau von Fliegern wesentlich komplizierter - und auch teurer - als etwa den von Autos. Schon einzelne Rumpfsegmente sind mindestens zehn Meter lang - müssen aber hochpräzise montiert werden. Die Produzenten lassen Abweichungen von mehr als 0,2 Millimetern nicht zu. Das ist bei massiven und großen Teilen, die mehrere Tonnen auf die Waage bringen, so gut wie nichts. Daher nutzen die Flugzeugbauer so genannte Montagezellen: Große Bögen, die auf Stahlschienen und schweren Fundamenten aus Beton über den Rumpf hinweg gleiten und etwa Aluminiumteile nieten. Doch mit solchen Zellen zu fertigen ist teuer. Und: Für jeden Flugzeugtyp muss man sie neu bauen - ein weiterer Kostenfaktor.

Forscher des deutschen Fraunhofer-Instituts haben sich nun an die Lösung dieses Problems gemacht. Sie haben eine flexible Montagestraße entwickelt. Wie bei der Produktion von Autos arbeiten hier Roboter an den einzelnen Segmenten. Ein Team aus vielen kleinen Industrierobotern bearbeitet die Bauteile mechanisch und klebt sie. Die riesigen Montagezellen sind dann nicht mehr nötig. Stattdessen gleiten Rumpfsegmente und Seitenleitwerke oder Tragflächen wie in der Automobilproduktion auf einer Art Fließband an den Robotern vorbei, die nacheinander an verschiedenen Stationen emsig kleben, bohren und fräsen. Natürlich müsse auch eine solche Anlage auf einen neuen Flugzeugtyp abgestimmt werden, heißt es in einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts. Der Installationsaufwand sei aber deutlich geringer.

Verschiedene Herausforderungen

Die Forscher haben nun eine erste Komponente des neuen Systems vorgestellt: Einen Greifer, der Bauteile unterschiedlichster Formen aufnehmen und bearbeiten kann. Doch die Verarbeitung der Bauteile ist für die Roboter eine Herausforderung. Oft weichen sie nach dem Einbau mehrere Millimeter vom Soll ab. Techniker, die dafür ein Fingerspitzengefühl entwickelt haben, passen sie bisher in mühsamer Handarbeit in der Montagezelle in den Rumpf ein. Die Roboter und der Greifer müssen das irgendwann alleine schaffen. «Wir entwickeln deshalb ein präzises Erkennungssystem, das die Bauteile während der Montage exakt vermisst», sagt Dirk Niermann, Leiter des Projekts.

Ein weiteres Problem für die Maschinen: viele Bauteile werden mittlerweile nicht mehr aus Aluminium, sondern aus Karbonwerkstoffen gefertigt. Diese geben beim Bau aber nicht so leicht nach und müssen unter Spannung bearbeitet werden. Techniker können die richtige Spannung mit Fingerspitzengefühl bestimmen, Roboter müssten das erst lernen. Doch Niermann ist optimistisch: Eine erste Demonstrationsanlage dürfte in etwa drei Jahren zur Verfügung stehen, so der Forscher.

[image2]

Mehr zum Thema

Werk in Tianjin: Hier werden A320 fertig gebaut.

China ordert bis zu 70 A330 von Airbus

Im neuen Werk in Mobile sollen ab 2015 Flieger aus der A320-Familie hergestellt werden. Ein Jahr später - so der Plan - werden die ersten Jets «Made in USA» ausgeliefert.

Airbus wird wirklich global

Video

Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hob ab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies