Apples Siri: Sie ist im Vergleich zur Cockpit-Technik sowas wie ein Primat. Und wir sind keine Piloten – daher ist unser Kommando bestimmt nicht das richtige.

Cockpit mit SprachsteuerungFliegt Siri bald Flugzeuge?

Eine neue Technik ermöglicht, dass Linienpiloten ihre Flugzeuge mit ihrer Stimme steuern. Das soll Fliegen auch sicherer machen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Joaquin Phoenix verliebt sich in dem Film «Her» in ein Betriebssystem – als Folge davon, dass die Spracherkennungssoftware in dem Film von Regisseur Spike Jonze so ausgefeilt ist, dass das Gegenüber das Gefühl hat, man habe einen echten Menschen vor sich. Und vielleicht auch ein bisschen als Folge davon, dass die schöne Scarlett Johansson dem Betriebssystem ihre Stimme geliehen hat.

Doch auch das Apple-Spracherkennungssystem Siri fasziniert die Menschen mit teils lustigen, sarkastischen und absurden Antworten. Und schon bald soll die Spracherkennung so weit sein, dass sie auch im Cockpit von Zivilflugzeugen Einzug hält - topseriös, versteht sich. Ein entsprechendes System hat die Firma Rockwell Collins entwickelt, berichtet der amerikanische Nachrichtensender CNN. Es mit Siri zu vergleichen, so die Entwickler, sei aber komplett falsch. Die künstliche Helferin des iPhones sei im Vergleich so etwas wie ein Primat.

Wertvolle Zeit gespart

Piloten können mit dem System ihre Befehle per Stimme eingeben. Das System wiederholt sie. Wenn der Befehl korrekt war, dann drücken die Piloten nur noch auf einen roten Knopf und er wird ausgeführt. Rockwell Collins meint, dass die Technik die zivile Luftfahrt revolutionieren könnte. Denn zum einen ist sie praktisch, zum anderen spart sie wertvolle Reaktionszeit, wenn die Piloten ein Kommando der Luftsicherung ausführen müssen.

Oft müssen sie so viele Knöpfe und Hebel bedienen, dass es fast eine Minute dauert, bis der Befehl beim Computer ankommt. Mit dem Stimmkommando würde sich diese Zeit massiv reduzieren. Und gerade im Notfall zählt eben jede Sekunde. Außerdem kann die Stimme nicht in Panik daneben greifen.

Auch Akzente sind kein Problem

Und was ist, wenn man heiser ist? Einen komischen Akzent hat? Aus Versehen einen Versprecher einbaut? CNN hat das System getestet und versichert: Sowohl leises Flüstern als auch einen starken französischen- oder Südstaatenakzent kann das Programm verstehen. Wenn man sagt «Lass uns heute Abend essen gehen» hingegen, antwortet der Computer nur, er verstehe nicht, ob man den Satz wiederholen könne. Denn das System reagiert nur auf Befehle, die auch programmiert wurden.

Und wann kommt die Technik ins Cockpit? Das dürfte noch eine ganze Weile dauern. Rockwell Collins arbeitet an einer ganzen Reihe Technologien, die sich anhören, als kämen sie aus einem Science-Fiction-Film. Mindestens zehn Jahre, schätzt die Firma, dürften also noch vergehen, bis es so weit ist.

Mehr zum Thema

Peter Glade, Chief Commercial Officer TUI Airline

«Zwischen Cockpitmagie und Klapptisch-Manöver – unterwegs im Flieger»

ticker-faa

USA geben Airlines ein Jahr mehr Zeit für Einführung von zweiter Cockpitschranke

Blick aus dem Cockpit: Das Herz des Flugzeuges soll besser geschützt werden.

Pilotinnen und Piloten wollen mehr Schutz – Airlines mehr Zeit

Patrick Heinrich, Pilot Aero-Dienst und Founder SkyEQ

«Zwischen Cockpit und Codezeilen – ein Pilot mit Leidenschaft und einer App»

Video

Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-11-04 um 125453
Ein Learjet 60 stürzte fast senkrecht auf eine Straße in Florida, neun Menschen starben. Jetzt wurden Teile des Höhenruders gefunden - bis zu 6,1 Kilometer vom Wrack entfernt.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
learjet absturz florida 01
Die US-Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat sich zum tödlichen Absturz des Bombardier Learjet 60 in Florida geäußert. Das sind die Erkenntnisse über die letzten Minuten des Unglücksfluges, der in ein Wohngebiet stürzte.
Timo Nowack
Timo Nowack