Eine Boeing B777 für Jacob Zuma

Südafrikas Präsident will einen größeren Regierungsjet. Dabei ist eine B777 ist im Gespräch. Vom Volk erntet er dafür harsche Kritik.

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Ein Jahr lang hatte die Debatte geruht, nun erhitzen sich die Gemüter wieder. Wie die südafrikanische Zeitung Business Day berichtet, soll Präsident Jacob Zuma bald einen neuen Präsidentenflieger erhalten. Daneben will die Regierung weitere Flieger für den Transport von wichtigen Amtsträgern kaufen, wie Verteidigungsminister Nosiviwe Mapisa-Nqakula erklärte. Man suche nach Angeboten für geeignete Flugzeuge. Momentan gibt die Regierung Millionen aus, um Flugzeuge zu chartern. Die eigenen seien einfach zu sehr in die Jahre gekommen. «Unsere Flieger sind uralt. Ich werde ihnen gar nicht erst anfangen zu erzählen, was wir darin schon erlebt haben», rechtfertigt er den Entscheid.

Schon vorher Debatte

Doch der Opposition und vielen Bürgern ist das an Erklärung nicht genug. Schon vor einem Jahr war eine Debatte um den Kauf neuer Präsidentenflieger entfacht. Von einer Boeing B777 war die Rede, Kostenpunkt: 150 Millionen Dollar plus 80 Millionen für die speziellen Wünsche von Jacob Zuma. Nachdem das bekannt geworden war, wütete das Volk. Zuma könne sich nicht einfach einen Luxusjet kaufen, während Südafrika unter krassester Armut leide. Die Debatte wurde daher einige Zeit auf Eis gelegt.

Doch mehr Verständnis gibt es für den Kauf auch mehr als ein Jahr später noch nicht. Zumas Flieger habe gerade erst eine Wartung hinter sich. «Er fliegt in einem perfekt erhaltenen Boeing Business Jet», so Oppositionspolitiker David Maynier laut dem Nachrichtenportal IOL News. «Wenn so viele Menschen jeden Tag ums Überleben kämpfen, gibt es wichtigeres als einen neuen Luxusflieger.» Der aktuelle Flieger könne auch lange Strecken zurücklegen – wenn auch mit einem Zwischenstopp.

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