Der Boom XB-1: Die finale Version des Überschall Jets soll Platz für 55 Passagiere haben.

Überschall-Testflieger XB-1 präsentiertBoom sieht Chancen in der Corona-Krise

Das Überschall-Start-up Boom hat erstmals seinen fertigen Testflieger XB-1 vorgestellt. Dessen Erstflug wird erneut verschoben. Dafür sieht die Firma nun neue Chancen.

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Boom Supersonic hat am Mittwoch (7. Oktober) in einer aufwendig inszenierten Online-Präsentation erstmals seinen vollständig montierten Testflieger XB-1 präsentiert. Der kleine Überschalljet mit dem Spitznamen Baby Boom soll dem Unternehmen wichtige Erkenntnisse liefern für die Entwicklung des 55-sitzigen Überschallfliegers Overture.

Die XB-1 soll nun ihr laufendes Bodentestprogramm abschließen und dann im Jahr 2021 in Mojave in Kalifornien mit Flugtests beginnen. Während der Testflieger erstmals die Schallmauer durchbricht, will Boom das Antriebssystem von Overture fertigstellen und Windkanaltests durchführen. Der Rollout des großen Fliegers soll 2025 erfolgen.

Aktuelle Ausflottungen als Chance

Das Projekt hat reichlich Verspätung. Der Erstflug der XB-1 war ursprünglich für 2017 geplant, dann für 2018, 2019, schließlich für 2020 und nun für 2021. Boom hat sich seit damals aber auch neue Ziele gesetzt, so etwa ein klimaneutrales Flugerprobungsprogramm.

Boom-Gründer Blake Scholl erklärte bei der Präsentation der XB-1, zwar werde er oft gefragt, ob auch eine Businessjet-Variante des Überschalljets geplant sei, sein Unternehmen konzentriere sich aber voll auf die Entwicklung eines Passagierflugzeuges für Airlines. Mit Blick auf die Corona-Krise rechnet Scholl mit einer Erholung des Marktes und sieht darin sogar Chancen. Viele Fluglinien würden derzeit alte Flieger ausflotten, so der Boom-Chef. Und wenn die Zeit reif sei für neue Investitionen, würden die Airlines sich die neuesten Technologien anschauen. Und an dieser Stelle will Scholl Overture ins Spiel bringen.

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