Ecodemonstrator: Schon bald sollen die Testflüge beginnen.

Boeing startet Umwelt-Offensive

Mit Testflugzeugen will der Produzent die Modernisierung seiner Flieger beschleunigen. Dafür hat er sich Partner an Bord geholt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Leiser, effizienter, sauberer - um seine Jets zu verbessern, arbeitet der amerikanische Flugzeugbauer mit der Luftfahrtbehörde FAA und American Airlines zusammen. Zusammen setzen die Partner ein Testflugzeug in Betrieb, an dem die neuen Technologien ausprobiert werden. Gewählt wurde eine B737-800NG. «Ecodemonstrator» nennt Boeing den Jet. Doch das sei nur der Anfang, so derKonzern. 2013 soll eine weitere Boeing 787 den Dienst als Testflugzeug antreten, 2014 nochmals ein Flieger und möglicherweise noch einer ein Jahr später. Man werde kontinuierlich an den Maschinen arbeiten, heißt es in einer Mitteilung.

An der 737-800 liegt der Fokus auf Tragflächen und Triebwerk. So sollen etwa die Spitzen der Flügel in der Lage sein, sich je nach Flugphase leicht anzupassen und so die ideale Aerodynamik zu schaffen, um Treibstoff zu sparen. Eine Ersparnis von etwa 2 Prozent im Jahr dürfte diese neue Technik einbringen. Die Triebwerke sollen außerdem bei Start und Landung weniger Lärm verursachen und gleichzeitig den Verbrauch von Treibstoff verringern. Dafür soll die Breite der Motoren vergrößert und so mehr Raum für Anpassungen während kritischer Flugphasen gegeben werden. Auch einen neuen Keramik-Werkstoff, der leichter und dennoch hitzebeständig ist, testet Boeing. Alle Testflüge fliegt der Ecodemonstrator mit Bio-Treibstoff.

Auch Sicherheit verbessern

Neben den technischen Veränderungen will Boeing auch mit der Flugbahn experimentieren. Schon innerhalb weniger Jahre könnten laut Boeing die ersten kommerziellen Jets mit den neuen Technologien ausgerüstet werden, falls die Tests erfolgreich verlaufen. «Der Ecodemonstrator soll uns helfen, den Prozess hin zu mehr Effizienz und weniger Emissionen zu beschleunigen», erklärt Boeings Umwelt-Verantwortliche Jeanne Yu.

Beim Test-Dreamliner soll die Sicherheit im Fokus stehen. Immer wieder kochte in den vergangenen Jahren und Monaten die Diskussion über die Automatisierung im Cockpit hoch. Eine Studie der FAA und der Flugzeugindustrie, die laut Wall Street Journal im kommenden Monat veröffentlicht werden soll, zeigt, wie wichtig das ist: Offenbar beruht eine große Mehrheit der Zwischenfälle, mit Kontrollverlust der Piloten darauf, dass diese sich zu sehr auf die Automatik verlassen. Auch die manuelle Steuerung werde vernachlässigt. Boeing will das Thema mit neuen Entwicklungen angehen. Dazu sollen unter anderem die Warnungen im Cockpit verständlicher werden.

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines vollzieht Einstieg bei Azul

ticker-american-airlines

American Airlines erhält erste Embraer E175 mit neuen Recaro-Sitzen

ticker-american-airlines

American Airlines nimmt dritte Venezuela-Strecke auf

ticker-american-airlines

American Airlines verklagt britischen Reisebüroverband wegen Logo

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca