Model des MS 21: Neue Aufträge bei der Messe?

Aufträge für Superjet und MS 21

Bei der Luftfahrtmesse Maks in Moskau stehen offenbar Bestellungen für die russischen Flieger MS 21 und Superjet 100 bevor.

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Die russischen Flugzeugbauer haben einiges aufzuholen. Der als Zugpferd der Branche angedachte Superjet 100 holt nicht so viele Bestellungen an Land wie erwartet. Und die Fluggesellschaften, die ihn bereits fliegen, zeigen sich unzufrieden. Die Wartungskosten seien zu hoch, zu oft gebe es Probleme, ließ etwa Aeroflot verlauten. Der zweite neue russische Passagierjet, MS 21, soll 2014 in Serienproduktion. Doch auch dieses Programm verläuft mitunter holprig.

Nun kündigt Russland aber an, dass an der Luftfahrtschau Maks bei Moskau eine ganze Reihe Bestellungen für beide Flieger anstehen. Offizielle Quellen berichteten das gegenüber dem Radiosender Stimme Russlands. und prompt: Sechs Bestellungen verkündete Superjet-Hersteller Sukhoi bereits am Dienstag (27. August), dem ersten Tag der Messe. Die Superjets sollen an die Airline UT Air gehen. Der Deal wird allerdings über den Leasingarm der staatlichen Bank Vnesheconombank abgewickelt.

Auch Airbus, Boeing und Co. hoffen auf Aufträge

Doch nicht nur russische Produzenten erhoffen sich von der Luftfahrtschau einige neue Aufträge. Airbus, Boeing und Bombardier setzen darauf, mit ihren neuen, effizienten Jets die alternden Flotten russischer Airlines erneuern zu können. Neben den USA und Europa ist Russland der größte Markt für Ersatzbeschaffungen.

In den Ländern der ehemaligen Sowjetunion gibt es laut einer Prognose von Boeing in den nächsten zwanzig Jahren Bedarf für 1170 Flieger im Wert von 140 Milliarden Dollar. «Es ist ein Markt mit stark alternden Flotten. Und einige unserer Produkte passen in die Nische, die die russischen Produzenten nicht füllen», sgt auch Rod Sheridan, Vize-Verkaufschef bei Bombardier gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

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