Der Airbus A400 M bei einem Testflug als Löschflugzeug: Die Maschine kann ...

ZusatzausrüstungAirbus verwandelt A400 M in Löschflugzeug

Neuerung im Kampf gegen Waldbrände: Der europäische Flugzeugbauer arbeitet an einer Zusatzausrüstung, mit welcher der A400 M als Löschflugzeuge genutzt werden kann.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Airbus A400 M ist ein militärisches Transportflugzeug. «So können bis zu 114 Soldaten im A400 M Platz finden, aber auch ein Transport von unterschiedlichstem Material wie beispielsweise einem Kampfhubschrauber Tiger», schreibt etwa die deutsche Bundeswehr über das Flugzeug. Zudem können Jets vom A400 M in der Luft betankt werden.

Jetzt erprobt Airbus einen zusätzlichen Anwendungszweck für den Hochdecker mit vier Propellern. Der europäische Flugzeugbauer testete in Spanien eine Feuerlöschausrüstung für den A400 M. Die Tests fanden bei Tageslicht statt und umfassten Tiefflüge bis zu 150 Fuß oder 46 Meter, niedrige Fluggeschwindigkeiten bis zu 125 Knoten oder 232 Kilometer pro Stunde und Abwürfe von bis zu 20 Tonnen Wasser in weniger als zehn Sekunden.

Nach ein Einsatz wieder ausbaubar

Der Prototyp wurde in Zusammenarbeit mit der spanischen Luftwaffe, den europäischen Brandschutzbehörden und dem spanischen Ministerium für Ökologischen Wandel und Demografie entwickelt und getestet. Man sei überzeugt, dass der A400 M «eine entscheidende Rolle im Kampf gegen die immer größer werdende Bedrohung durch Waldbrände spielen und zum Schutz von Umwelt und Infrastruktur beitragen kann», sagte Michael Schöllhorn, Chef von Airbus' zuständiger Sparte Defence and Space.

Bei der Feuerlöschlösung für den A400 M handelt es sich um ein sogenanntes Roll-on/Roll-off-Kit (RORO), das keine Änderungen am Flugzeug erfordert und sich in jedem A400 M einsetzen lässt. Das Wasser befindet sich in einem Tank im Laderaum und wird von zwei voneinander unabhängigen Türen zurückgehalten. Diese sind mit zwei Flutrohren verbunden, sodass das Wasser bei Aktivierung der Ableitung durch zwei Abschnitte am Ende der Rampe ausgestoßen wird. Mit dem neuen Kit sollen Einsatzkräfte schnell auf Brände reagieren und das Flugzeug danach wieder für andere Einsätze umrüsten können.

Auch Tests in der Nacht geplant

Ziel der aktuellen Testkampagne war es, die Wasserabwurfmenge und -zeit sowie die Fähigkeit der A400 M dabei zu testen. In Zukunft will Airbus neben der Entwicklung der Serienversion dieses Kits auch den Einsatz bei Nacht analysieren.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Bilder von den Testflügen.

Mehr zum Thema

DHC-515: Soll die Waldbrandbekämpfung in der EU verbessern.

Neues Löschflugzeug startet mit zwei Jahren Verspätung

Löschflugzeuge: CL-415 der kroatischen Luftwaffe.

Wie Flugzeuge zu Feuerlöschern wurden

Das größte Löschflugzeug der Welt wird zum Frachter

Das größte Löschflugzeug der Welt wird zum Frachter

Airbus A321 XLR: Airbus verpasst auch dem Rest der A320-Neo-Famile Updates vom Airbus A321 XLR.

Airbus macht den A321 Neo besser – mit Technik aus dem Airbus A321 XLR

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies