Tragfläche einer C-Series von Swiss: Der Flieger ist nun auch ein Airbus.

MehrheitsbeteiligungAirbus übernimmt Zepter bei C-Series

Bombardier wollte mit der C-Series dritte Kraft neben Airbus und Boeing werden. Nun kauft Airbus die Mehrheit des Flugzeugprogramms.

Top-Jobs

.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt
DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Vor zwei Jahren wollte man in Toulouse nichts von einer Beteiligung wissen. Bombardier hatte damals Airbus – wie auch Boeing und Embraer– in akuter Finanznot einen Anteil oder gar die Mehrheit des C-Series-Programms zum Kauf angeboten. Doch der europäische Flugzeugbauer lehnte wie auch die anderen Mitbewerber ab.

Inzwischen hat man in Toulouse die Meinung geändert. Wie Bombardier und Airbus am Montagabend (16. Oktober) bekannt gaben, übernimmt der europäische Flugzeugbauer die Mehrheit der C Series Aircraft Limited Partnership. Das ist das Unternehmen, in dem das C-Series-Programm gebündelt ist.

Besseres Supportnetz

Konkret kauft Airbus 50,01 Prozent der Anteile an der C-Series. Die restlichen Anteile des Unternehmens halten künftig Bombardier (zirka 31 Prozent) und die kanadische Provinz Québec (zirka 19 Prozent). Zuletzt gehörte das Projekt des neuen Flugzeuges zu 62 Prozent Bombardier und zu 38 Prozent Québec.

Airbus hatte 2015 der C-Series schlechte Verkaufszahlen vorausgesagt. Der Konzern behielt damit auch weitgehend recht. Auf große neue Orders wartete Bombardier in den letzten Monaten vergeblich. Für die Skepsis nannte man bei Airbus zwei wichtige Gründe. So fehle es Bombardier an einem weltumspannenden Supportnetz. Zudem sei die C-Series nicht Teil einer Flugzeugfamilie. Beide Probleme werden nun auf einen Schlag gelöst.

Produktion in Kanada und in den USA

Airbus und Bombardier heben denn auch hervor, dass man bei der C-Series jetzt auf das globale Verkaufs- und Supportnetz von Airbus zurückgreifen könne. Zudem ergäben sich Kostenvorteile durch die Einkaufsmacht der Europäer. Airbus freut sich vor allem über die Abrundung des Produkteportfolios um kleinere Flieger mit 100 bis 150 Plätzen. Das eigene Angebot beginnt mit dem A319 bei zirka 150 Plätzen.

Die Produktion der C-Series verbleibt mehrheitlich in Kanada, versprechen Bombardier und Airbus. Doch sollen künftig auch C-Series im Airbus-Werk in Alabama gebaut werden. Damit könnte das Problem der Strafzölle umgangen werden, welche Bombardier in den USA wegen angeblichen Dumpings beim Großauftrag von Delta drohen.

Bombardier sagt Luftfahrt langsam Adieu

Der Schritt deutet darauf hin, dass sich Bombardier ganz aus dem Flugzeugbau zurückzieht. Die C-Series war die Wette der Kanadier auf die Zukunft. Diese Wette war zu teuer und der Wettschein gehört nun nicht mehr ihnen. Zudem hat Airbus das Recht, in Zukunft weitere Anteile von Bombardier zu übernehmen.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Bombardier Optionen für die Flugzeugfamilien CRJ und Dash 8 Q400 sucht. Sie alleine zu behalten, macht kaum mehr Sinn.

Unklarer Kaufpreis

Unklar ist, wie viel genau Airbus für die C-Series bezahlt. In der Mitteilung wird erklärt, es fließe zwischen den Partnern kein Geld. Zudem hat sich Bombardier verpflichtet, für den weiteren Kapitalbedarf drei Jahre lang aufzukommen. Darüber hinaus bekommt Airbus Bombardier-Aktien.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo vs. Bombardier C-Series: Airbus fürchtet sich nicht.

Warum Airbus die C-Series nicht wollte

Bombardier CRJ700: Bekommt die Jet-Linie neue Eigentümer?

Bombardier prüft Optionen für Flugzeugsparte

Airbus A330 Neo: Zuletzt kaum ausgeliefert.

Airbus entdeckt Qualitätsproblem bei Produktion des A330 Neo

ticker-airbus-konzern-

Airbus bildet Pilotennachwuchs für ANA All Nippon Airways aus

Video

Der ukrainische Präsident und seine Frau bei der Ankunft tin Norwegen: Es ging glimpflich aus.
Ein Drohnenalarm über Moldau bekommt durch neue Aussagen eine besondere Brisanz. Denn zur selben Zeit befand sich das Flugzeug des ukrainischen Präsidenten Volodymyr Zelenskyys in der Luft.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Pilot steigt aus der Boeing 767 F von Amazon Air aus: Was genau geschah davor?
Die Boeing 767 F hatte bereits aufgesetzt und die Piloten bremsten. Dann gaben sie wieder Schub - offenbar für einen sehr späten Durchstartversuch. Nur vier Sekunden später bremsten sie erneut. Daten des Flugschreibers zeigen nun genauer, was unmittelbar vor dem tödlichen Unfall von Amazon Air in Miami geschah.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
airbus a321 neo lr la compagnie duesseldorf
Die französische Business-Class-Airline steuert erstmals einen deutschen Flughafen an. Ab April 2027 verbindet La Compagnie Düsseldorf mit Newark bei New York.
Timo Nowack
Timo Nowack