Beluga ST Nummer 4, hier zu sehen bei der ILA 2024: Kommt jetzt ins Museum Aeroscopia.

Aeroscopia in ToulouseAirbus schenkt französischem Museum einen Beluga - auch in Deutschland macht man sich Hoffnungen

Nächste Woche wird der Airbus Beluga Nummer 4 ins Museum Aeroscopia bei Toulouse geschleppt - womöglich zu Fuß begleitet von Hunderten Airbus-Angestellten. Auch im deutschen Technik Museum Speyer beschäftigt man sich mit den Riesenfrachtern.

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Ende 2025 verriet Airbus gegenüber aeroTELEGRAPH die Pläne des Konzerns für seine älteren Riesenfrachter: «Geplant ist, die Beluga-ST-Flugzeuge auszustellen oder für Bildungszwecke zu nutzen», so eine Sprecherin. Zu Standorten wollte sie sich damals noch nicht äußern, sagte aber, dass man Orte in Europa im Blick habe.

Insgesamt gibt es fünf Airbus A300-600 ST. Airbus nutzte sie zunächst bei Airbus Transport International, um Bauteile zwischen den eigenen Werken zu transportieren. Doch dann kam die Ablösung durch sechs Beluga XL, Airbus A330-743 L. Vier der Beluga ST erhielten einen neuen Auftrag bei der neu gegründeten kommerziellen Frachtairline Airbus Beluga Transport. Doch sie war ein Flop und sie wurde wieder einstellt.

Ein Beluga ST fand seine letzte Heimat in Wales

Die vier Beluga ST kehrten daher wieder in den Werksfrachtverkehr bei Airbus Transport International zurück, jedoch mit der Perspektive, nach und nach in Rente zu gehen und zu Ausstellungsstücken zu werden. Den Anfang machte der Beluga ST mit der Nummer 5.

Er flog Ende Januar 2026 zum Chester Hawarden Airport im Nordosten von Wales, wo Airbus im Werk Broughton Tragflächen herstellt. Dort bleibt er. «Es ist geplant, ihn bei Airbus Broughton zu einer Einrichtung für die Förderung von Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik umzugestalten», so eine Airbus-Sprecherin.

Hunderte Airbus-Mitarbeitende wollen Beluga zu Fuß begleiten

Jetzt ist ein weiterer Ort für die Ausstellung eines Beluga ST gefunden. Das Exemplar mit der Nummer 4 und dem Kennzeichen F-GSTD steht schon seit September 2025 auf dem Airbus- Werksgelände am Flughafen Toulouse. Am Vormittag des 24. Juni 2026 soll er nun ins nahe Luftfahrtmuseum Aeroscopia geschleppt werden - sofern es keine Windböen von mehr als 70 Kilometern pro Stunde gibt, wie die Zeitung La Dépêche du Midi berichtet. Laut dem Blatt planen Hunderte von Airbus-Mitarbeitenden, den Beluga zu Fuß zu begleiten.

Im Außenbereich des Museums soll der Riesenfrachter zwischen dem Airbus A380 und dem A340-600 platziert werden. Dafür zieht der A320 um und wird neu neben ATR 42 und ATR 72 platziert. Das Museum bietet für den Abend des 24. Juni eine begrenzte Zahl von Plätzen an, um einen Blick auf den Neuzugang zu werfen. «Zur Feier der Aufnahme dieses bedeutenden Exponats in seine Sammlung veranstaltet das Museum Aeroscopia am 24. Juni 2026 von 20:00 Uhr bis Mitternacht einen großen Eröffnungsabend», schreibt es.

Beluga ST soll Rampe und Ausstellung erhalten

Wer das Innere des Beluga ST besichtigen will, muss aber noch warten - laut La Dépêche womöglich bis zum Sommer 2028. Zunächst soll laut dem Blatt nämlich ein Teil des hinteren Rumpfes herausgeschnitten und eine Rampe installiert werden, um den Zugang zu erleichtern. Im Frachtraum wird eine Ausstellung zu Beluga ST und XL eingerichtet.

Das große Frachttor über dem Cockpit soll wohl geschlossen bleiben, damit der Wind das ausgestellte Flugzeug nicht beschädigen kann. Laut der Zeitung gab es zunächst Pläne, das Frachttor zu entfernen und eine transparente Front einzusetzen, durch die man ins Flugzeug gucken kann. Allerdings seien diese Pläne wieder verworfen worden.

Auch Technik Museum Speyer beschäftigt sich mit dem Beluga

Und was passiert mit den anderen drei Beluga ST? Das Flugzeug mit der Nummer 1 ist am längsten inaktiv - es steht seit 2021 am Flughafen Bordeaux-Mérignac. Nummer 2 und 3 sind dagegen noch bei Airbus Transport International aktiv. Airbus setzt sie weiterhin ein, «um unser Hochlaufziel bis Mitte 2027 zu unterstützen», so eine Sprecherin zu Jahresbeginn.

Derweil gibt es auch Hoffnungen, dass ein Beluga ST nach Deutschland kommt. Wie die Zeitung Die Rheinpfalz berichtet, prüft das Technik Museum Speyer, ob es eines der Flugzeuge haben möchte. Eine Delegation des Museums war daher im Mai bei Airbus in Toulouse. Zwar seien noch nicht alle Fragen beantwortet, allerdings sieht das Museum dem Blatt zufolge zumindest eine «reelle Chance», dass ein Beluga nach Speyer kommt.

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