Nummer 5: Er ist mit 25 Jahren der jüngste Airbus Beluga ST - und nun zum letzten Mal im Einsatz.

Beluga ST Nr. 5Airbus schickt heute einen 25 Jahre alten Wal in Rente - neues Zuhause in Wales

Der europäische Flugzeugbauer führt seine Werkstransporte mit immer weniger älteren Riesenfrachtern vom Typ Beluga ST durch. Am Donnerstag schickte Airbus das Flugzeug mit dem Kennzeichen F-GSTF und der Nummer 5 in Rente. Es wird in Wales bleiben und bekommt eine neue Bestimmung.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Inflight Service Personnel (M/F/D)

Feste Anstellung
Business Aviation
Goldeck-Flug GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Wien/LOWW/VIE
Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs

Airbus nutzt eine Flotte von riesigen Frachtern, um große Flugzeugsektionen von einem Werk zum anderen zu bringen. Betrieben werden sie von der hauseigenen Frachtfluglinie Airbus Transport International. Zunächst übernahmen fünf sogenannte Belugas, Airbus A300-600 ST, diese Aufgabe. Dann kam die Ablösung durch sechs Exemplare des Beluga XL, Airbus A330-743 L. Die klassischen Belugas erhielten daraufhin einen neuen Auftrag.

2022 gründet der Flugzeugbauer eine kommerzielle Frachtairline für sehr große Güter: Airbus Beluga Transport, kurz AIBT. Sie setzte auf die Belugas der älteren Generation. Doch die Pläne gingen nicht so auf wie erhofft. Im Januar 2025 wurde bekannt, dass AIBT den Betrieb einstellt. Daher kehrten die Jets, zur besseren Unterscheidung auch Beluga ST genannt, teilweise wieder in den Werksfrachtverkehr bei Airbus Transport International zurück.

Der letzte Flug der F-GSTF ging von Frankreich nach Wales

Dies ist jedoch nur eine Zwischenlösung. So begann Airbus im September 2025, die Beluga ST auszuflotten - damals gingen zunächst zwei Exemplare in Rente. Am Donnerstag (29. Januar) absolvierte nun ein weiterer der Riesenflieger seinen letzten Flug im Betrieb: der 25 Jahre alte Beluga ST mit dem Kennzeichen F-GSTF, der die Nummer 5 trägt (denn die Belugas sind durchnummeriert). Der Flug ging von Bordeaux zum Chester Hawarden Airport im Nordosten von Wales. Dort stellt Airbus im Werk Broughton Tragflächen her.

«Der letzte Flug des Beluga ST 5 findet am 29. Januar statt», bestätigte ein Sprecher von Airbus Broughton gegenüber dem Portal North Wales Live. Das berichtete mit Verweis auf lokale Quellen auch zuerst, dass die F-GSTF anschließend in Broughton bleiben soll.

Beluga ST Nummer 5 bleibt in Broughton und dient der Bildung

Eine Airbus-Sprecherin bestätigte anschließend gegenüber aeroTELEGRAPH, dass der Beluga ST Nummer 5 in Großbritannien einen neuen Standort erhalten wird. «Es ist geplant, ihn bei Airbus Broughton zu einer Einrichtung für die Förderung von Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen und Mathematik (STEM) umzugestalten», so die Sprecherin.

Schon im Dezember 2025 hatte Airbus exklusiv gegenüber aeroTELEGRAPH verraten: «Geplant ist, die Beluga-ST-Flugzeuge auszustellen oder für Bildungszwecke zu nutzen - entsprechende Möglichkeiten sind derzeit in Prüfung.» Zu möglichen Standorten wollte sich der Konzern damals noch nicht äußern, betonte aber: «Als Flugzeugbauer mit starken europäischen Wurzeln nehmen die Teams, die mit dem Projekt betraut sind, bevorzugt Ausstellungsorte in Europa in den Blick.»

Beluga ST Nummer 2 und 3 bleiben bis Mitte 2027 im Einsatz

Am Donnerstag gab es auch Medienberichte, laut denen es sich bei dem Flug nach Wales sogar um den letzten betrieblichen Einsatz eines Beluga ST überhaupt handeln sollte. Das stimmt allerdings nicht. «Dies ist nicht der letzte Einsatzflug der Beluga-ST-Flotte, da Airbus die verbleibenden Flugzeuge (BST 2 und 3) weiterhin einsetzen wird, um unser Hochlaufziel bis Mitte 2027 zu unterstützen», so die Sprecherin. Erst dann würden auch diese Riesenfrachter zu ihren neuen Standorten geflogen.

Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet – Tag für Tag. Mit Ihrer Unterstützung bleiben wir unabhängig und Sie lesen werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Verladung eines Airbus-Helikopters in einen Beluga ST: Zu wenig externe Kunden.

Airbus schließt seine Beluga-Airline

Airbus Beluga: Rettet einen Verwandten in Heathrow.

Airbus-Wal rettet monatelang gestrandeten Airbus A350 von British Airways

Airbus Beluga ST: Kapazitäten für militärische und zivile Fracht.

Airbus' Frachtwale dürfen in den USA starten

Beladung eines Beluga mit dem Ladesystem: Im Oktober startet die neue Airline.

Neue Frachtairline von Airbus startet im Oktober

Video

Das Wrack der Beechcraft 1900 von Satena: Liegt in schwierigem Gelände.
Im Nordosten Kolumbiens ist eine Beechcraft 1900 auf dem Weg nach Ocaña abgestürzt. Alle 15 Menschen an Bord des Flugzeuges der Staatsairline Satena kamen ums Leben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca