Comac C919: Die Flugzeugfamilie soll wachsen.

Konkurrenz aus ChinaAirbus-Chef: Comac könnte das Duopol mit Boeing brechen

Comac will mit dem Kurz- und Mittelstreckenjet C919 das Duopol von Airbus und Boeing angreifen. Der Chef des europäischen Luftfahrtriesen hält das nicht für ausgeschlossen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Gibt es künftig kein Duopol mehr bei den Flugzeugherstellern? Airbus-Chef Guillaume Faury schließt das zumindest nicht aus. Der chinesische Flugzeugbauer Comac sei durchaus ein ernstzunehmender Konkurrent, so der Manager am Donnerstag (20. Februar) bei der Präsentation der Airbus-Jahreszahlen: «Aus dem Duopol könnte möglicherweise ein Triopol werden.»

«Schon andere Wettbewerber haben versucht, in den Markt einzusteigen, aber ich glaube, Comac hat eine größere Chance, es zu schaffen», so Faury. Grund sei der privilegierte Zugang zum chinesischen Markt, der immerhin ein Fünftel der Gesamtnachfrage nach Flugzeugen weltweit ausmache, sagte der Airbus-Chef. Außerdem könnte ein Erfolg dort auch den Verkauf in andere Regionen erleichtern.

Hochlauf der Produktion der C919 als Herausforderung

«Sie müssen erst einen gewissen Hochlauf der Produktion bewältigen - bei der derzeitigen Lage bei den Zulieferern ist das keine leichte Aufgabe -, aber wir nehmen sie ernst», sagte der Airbus-Chef. Man schaue zudem nicht einfach zu, wie Comac sich entwickle. Denn Airbus plant, die Produktionskapazität für die A320-Familie in China zu erhöhen. Er hoffe, dass die zweite Endmontagelinie in Tianjin noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden könne, so Faury.

Der chinesische Kurz- und Mittelstreckenjet C919 wurde von Comac entwickelt, um dem Airbus A320 und der Boeing 737 Konkurrenz zu machen. Doch um das wirklich erfolgreich zu tun, braucht er erst die Zulassung der ausländischen Behörden. Comac äußerte sich aber wiederholt zuversichtlich, dass das noch 2025 geschehen könnte.

Cockpit bewusst dem Airbus A320 nachempfunden

Die Comac C919 ist 39 Meter lang und hat eine Spannweite von 35,8 Metern. Das Cockpit des Flugzeuges wurde bewusst dem Airbus A320 nachempfunden. Laut dem Hersteller brauchen Pilotinnen und Piloten nur drei Tage, um vom einen aufs andere Modell umzuschulen.

Insgesamt waren Ende vergangenen Jahres 14 Comac C919 in China im Einsatz. China Eastern Airlines betreibt die meisten (neun Exemplare), gefolgt von China Southern (drei) und Air China (zwei). Das Modell überschritt zudem mittlerweile die Marke von einer Million beförderten Fluggästen.

Mehr zum Thema

C919: Kommt sie nach Europa?

Comac hofft auf Zertifizierung der C919 in Europa im kommenden Jahr

Comac lieferte 2024 zehn C919 aus

Comac lieferte 2024 zehn C919 aus

Comac C919 von China Eastern Airlines: Bisher einzige Betreiberin.

So schlägt sich die Comac C919 im Vergleich zu Airbus A320 und Boeing 737

Airbus A319 Neo landet: Airbus bietet hat das Flugzeug aus der Verkaufspalette gestrichen.

Airbus streicht A319 Neo still und leise aus dem Verkaufsprospekt

Video

boeing 777 300 er jetairwass vt jeq
Mehr als sieben Jahre stand eine Boeing 777-300 ER der einstigen indischen Fluglinie am Flughafen Mumbai. Jetzt hat der Langstreckenjet von Jet Airways Indien verlassen - immer noch in der alten Lackierung.
Timo Nowack
Timo Nowack
De Havilland Canada Dash 8-400 von Air Uniqon: Die Flüge werden von Avanti Air durchgeführt.
Die Erwartungen waren groß, die Nachfrage offenbar zu klein. Air Uniqon hat ihre Verbindung zwischen Friedrichshafen und Düsseldorf nach gut einem halben Jahr eingestellt. Für die virtuelle deutsche Airline wird nun der Winter zur entscheidenden Bewährungsprobe.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin