Airbus A350-1000: Beginnt jetzt seine große Ära?

Bestellungen 2025Erstmals ist der große Airbus A350 mit dem kleinen auf Augenhöhe

Im Jahresrückblick zeigt sich Airbus mit dem A350-1000 besonders zufrieden. Unsere Analyse zeigt die Zahlen dazu - auch mit Blick auf Konkurrent Boeing.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es wurden genau 1000. Für so viele Brutto-Neubestellungen hat Airbus im Jahr 2025 erhalten. Brutto, weil davon noch 111 Stornierungen abgezogen werden, was einen Netto-Ordereingang für 889 Jets ergibt.

Das war mehr als im Vorjahr 2024, als netto Aufträge für 826 Flugzeuge (brutto 878) zu Buche standen. Uneinholbar vorne liegt in diesem Vergleich das Jahr 2023 mit 2094 (2319), während 2022 bei Airbus mit 820 (1078) eher auf dem Niveau wie 2024 und 2025 angesiedelt war.

Bestellungen für 83 Airbus A350-900 und 82 A350-1000

Benoit de Saint-Exupéry, Airbus' Verkaufschef für zivile Flugzeuge, sagte bei einer Pressekonferenz am Montagabend (12. Januar), was die Modelle und Varianten angehe, liege eine der wichtigsten Entwicklungen beim Airbus A350-1000: Erstmals habe man Aufträge für ebensoviele Exemplare der größeren Variante erhalten, wie für den kleineren A350-900.

In Zahlen bedeutet das: Es gab Bestellungen für 83 A350-900 und Orders für 82 A350-1000. Was Airbus glücklich machen dürfte: Für keine der beiden Varianten kam auch nur eine einzige Stornierung. Die Kunden des A350-1000 waren mit einer Ausnahme große Fluggesellschaften, die sich auch zu erkennen geben. So gab es nur eine anonyme Order für acht Exemplare. Die anderen stammten von Lufthansa (fünf), British Airways (sechs), Eva Air (sechs), China Airlines (15), Riyhad Air (25), Starlux Airlines (10) und Etihad Airways (7).

«Erste Welle der Erneuerung der frühen 787-Flotten erreichen»

Was die Balance zwischen den Varianten angeht, lag die Aufteilung nach Netto-Bestellungen bei 85 (A350-900) zu 48 (A350-1000) im Jahr 2024, 148 zu 118 im Jahr 2023 und -3 zu -11 im Jahr 2022. Tatsächlich hatte also die kleinere Variante bisher immer die Nase vorne.

«Da wir nun die erste Welle der Erneuerung der frühen Boeing 787 erreichen, sind wir zuversichtlich, dass andere Fluggesellschaften zu dem gleichen Schluss kommen werden wie Air Europa mit dem A350-900, aber auch wie viele andere Fluggesellschaften, die bereits beschlossen haben, ihre 777-Flotte durch den A350-1000 zu ersetzen», sagte Saint-Exupéry.

Boeing hängte Airbus bei Langstreckenorders 2025 klar ab

Der Blick auf den Konkurrenten aus den USA zeigt allerdings, dass Airbus im Jahr 2025 nicht gegen Boeing ankam bei den Bestellungen für Langstreckenflugzeuge der modernen Modelle 787 und 777X. Der amerikanische Flugzeugbauer hat seine Dezember-Zahlen zwar noch nicht veröffentlicht, kam aber schon Ende November auf Brutto-Aufträge für 509 Flugzeuge (158 davon für den A350-1000-Konkurrent 777X). Airbus erreichte zum Jahresabschluss mit A330 Neo und A350 (inklusive A350 F) insgesamt Aufträge für 295 Jets.

Im Vorjahr 2024 hatte Airbus die Nase vorne mit 220 gegenüber 93 bei Boeing. Dagegen lag der Konzern aus den USA in den Jahren 2023 und 2022 deutlich vorne in diesem Duell.

Airbus fühlt sich von Boeing weiter angespornt

Saint-Exupéry lobte auf Nachfrage die Boeing 787 als großartiges Flugzeug. Es sei länger am Markt als der A350, daher erhalte Boeing weiterhin gute Folgeaufträge. Andererseits habe auch Airbus sich einige Male durchgesetzt - etwa bei Air Europa. Christian Scherer, der scheidende Chef der Zivilflugzeugsparte, sagte ebenfalls auf Nachfrage, dass Boeing 2025 unbestreitbar von politischer Unterstützung der Trump-Regierung profitiert habe, sich zudem aber auch gesteigert habe. Airbus sehe darin eine Motivation, noch besser zu werden.

Von der Breaking News bis zur Hintergrundanalyse: Unser Team begleitet die Luftfahrt mit Erfahrung und Leidenschaft. Unterstützen Sie unabhängigen Qualitätsjournalismus – für weniger als einen Cappuccino im Monat. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa veröffentlicht weitere Flugtage für A350-1000

Airbus A350-1000 von Lufthansa: Das neue Flaggschiff startet am 3. Dezember von München nach Tokio.

Lufthansa schickt Airbus A350-1000 zuerst nach Tokio

Der erste Start des ersten Airbus A350-1000 von Lufthansa: Der Flug dauerte rund dreieinhalb Stunden.

Lufthansas erster Airbus A350-1000 ist flügge

Der goldene Airbus A350-1000 von Starlux Airlines: Seit Mitte August im Liniendienst.

Goldener und silberner Airbus A350-1000 von Starlux Airlines steuern ein Ziel in Europa an

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack