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Nordatlantik

Wind bläst Jets an Schallgrenze

Eine Boeing 777 von British Airways flog letzte Woche dank Jetstream rekordschnell über den Atlantik. Sie erreichte kurz 1199 Kilometer pro Stunde.

Nasa

Jetstream: Riesige Druckausgleichszone.

Die Concorde brauchte für die Strecke üblicherweise etwas weniger als dreieinhalb Stunden. Mit rund 2172 Kilometern pro Stunde flog sie über den Nordatlantik. Am 7. Februar 1996 schaffte es das Überschall-Passagierflugzeug sogar innerhalb von 2 Stunden und 53 Minuten von New York JFK nach London Heathrow. So schnell ist man heute nicht mehr unterwegs. Eine Boeing 777 braucht rund sechs Stunden.

Letzten Donnerstag aber kamen Morgenflüge aus New York zumindest theoretisch an die Schallgeschwindigkeit heran. Nicht dass sie dank technischer Trick schneller geflogen wären. Nein, der Jetstream stieß sie förmlich über den Atlantik. Der blies am Morgen des 8. Januar mir mehr als 320 Kilometern pro Stunde. Flug BA114 von British Airways beispielsweise erreichte deshalb Heathrow in nur 5 Stunden und 16 Minuten. Gemäß Flightaware erreichte die Boeing 777-200 einmal 1199 Kilometer pro Stunde gegenüber Boden. Viel fehlte da nicht mehr bis zur Schallgeschwindigkeit von 1235 km/h, wie Mashable berichtet.

Der stärkste natürlich auftretende Wind

Nicht immer sind die Daten von Seiten wie Flightaware oder Flightradar absolut zuverlässig. Zudem reist in einer solchen Situation auch der Schall schneller, was die 1199 km/h relativiert. Dennoch scheint der Jetstream am Donnerstag tatsächlich besonders kräftig geblasen zu haben. Viele Flieger kamen viel schneller an als geplant. Der Jetstream resultiert aus einer Ausgleichsbewegung zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten und gilt als der stärkste natürlich auftretende Wind.

Andere Piloten wählten eine Ausweichroute. Sie flogen nördlicher über Südgrönland um den starken Winden zu entgehen. Denn sie können auch Turbulenzen verursachen.

So entsteht der Jetstream (in Englisch):



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