Der Saudia-A330 in Tel Aviv: Der Flieger dürfte eigentlich gar nicht dort sein.

Länder ohne BeziehungenSaudia-Jet im Feindesland Israel

Ein A330 in den Farben der saudischen Nationalairline landete am Flughafen von Tel Aviv. Das sorgte für Aufsehen. Denn Saudi-Arabien anerkennt Israel nicht.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Am Morgen war es einfach da, dieses Flugzeug. Der Airbus A330-300 in den Farben von Saudia und der Kennzeichnung CS-TRI stand am Mittwoch (6. Mai) geparkt am Rande des Flughafens Ben Gurion in Tel Aviv. «Saudia???», rieben sich Planespotter in Israel die Augen. Denn zwischen ihrem Land und Saudi-Arabien existieren keine diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Der jüdische Staat wird von der Regierung in Riad nicht anerkannt.

Ein Flugzeug der saudischen Nationalairline kann deshalb eigentlich gar nicht nach Israel fliegen. Ein Sprecher von Saudia erklärte später, der Flug nach Tel Aviv sei nicht unter der Obhut von Saudia erfolgt, sondern unter der der Besitzern Hi Fly. Die portugiesische Wet-Lease-Spezialistin hat zwei A330 an Saudia vermietet und holte das Flugzeug in Riad ab, überführte es nach Brüssel und von dort nach Tel Aviv. Dort wurde es von der Wartungsfirma Bedek überholt. Ein Sprecher der Bedek-Mutter IAI bestätigte den Auftrag.

Plötzlich soll es den Flug von Saudia gar nicht gegeben haben

Der unmögliche Flug hatte schnell Folgen. Der TV-Sender Ahkbaar24 meldete, Saudia habe den Auftrag für Hi Fly als Folge des ungewöhnlichen Fluges annulliert. Das Unternehmen habe Anweisungen nicht befolgt und selbstständig gehandelt. Später wollte man in Riad vom ganzen Vorfall nichts mehr wissen. Trotz Bestätigungen aus Israel wurde mitgeteilt, dass kein Flugzeug von Saudia in Tel Aviv gelandet sei.

Mehr zum Thema

Flugzeug von Brussels Airlines: Die Tel-Aviv-Einsätze sind bei der Crews offenbar nicht beliebt.

Gewerkschaft droht Brussels Airlines wegen Flügen nach Israel mit Streik

Fly 2 Galicia: Ihre Partnerin Flyyo wird zum Problem.

Fly 2 Galicia gerät wegen heiklen Israel-Flügen schon vor dem Start unter Druck

Falcon Eye in der Falcon 6X: Der irische Regierungsjet ist nicht mit dem System ausgestattet.

Streit mit Israel: Irischer Regierungsjet muss ohne zentrales Sicherheitssystem auskommen

Airbus A321 Neo LR von Arkia: Bald nicht mehr am Sabbat unterwegs?

Investor will Arkia kaufen - auch aus religiösen Gründen

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg