Letzte Aktualisierung: um 18:36 Uhr
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Jets und Ufos

Nicht nur in Bremen tauchen mitunter unbekannte Flugobjekte auf und stören den Flugverkehr. Das zeigt ein nun bekannt gewordener Fall aus Großbritannien.

Zeichnung eines Ufos: Der Airbus-Pilot sah etwas an ihm vorbei flitzen.

Es war eine unheimliche Begegnung der dritten Art. Oder eben doch nicht. Auf jeden Fall aber war der Zwischenfall heikel. Er passierte am 19. Juli 2013, kurz nach 18:30 Uhr Ortszeit. Ein Airbus A320 einer unbekannten Fluglinie war am Flughafen London Heathrow gestartet. Auf einer Flughöhe von 34’000 Fuß (10’360 Meter) machte der Pilot plötzlich ein Flugobjekt aus, das sich schnell von links seinem Flugzeug näherte, wie nun aus einem Bericht des UK Airprox Board bekannt wurde.

Der Pilot war offenbar der Meinung, dass eine Kollision nicht mehr zu verhindern war. So jedenfalls seine Aussage nach dem Zwischenfall. Er beschrieb das unbekannte Objekt als silbern-metallig und mit einer Form eines Rugbyballs. Am Ende flog es aber wenige Fuß über seiner Maschine durch. Auf dem Radar war es nicht auszumachen gewesen. Ein Ufo?

Auch der Flughafen Bremen kennt das Phänomen

Was es war, ist bis heute nicht klar. Das UK Airprox Board, das Beinahekollisionen untersucht, kam zu keinem Schluss. Am ehesten kam für die ein silberner Wetterballon in Frage, von dem der Pilot im Abendlicht geblendet worden sein könnte. Die Faktenlage sei aber zu dünn, um wirklich abschließend entscheiden zu können, so die Kommission in ihrem Bericht.

Vor Wochenfrist tauchte auch über dem Flughafen Bremen ein unbekanntes Flugobjekt auf. Drei Stunden lang war es zu sehen und sorgte für Störungen im Flugverkehr. Der Kontrollturm habe am Montagabend (6. Januar) «in der Luft ein unbekanntes Objekt entdeckt. Es hat sich bewegt und geleuchtet. Weil sie es nicht zuordnen konnten und es dort nichts zu suchen hatte, haben die Kollegen die Polizei informiert. Die hat es auch sehen können», erklärte Axel Raab von der Deutschen Flugsicherung gegenüber HR Online den Zwischenfall. Ein Experte erklärte später der Hannover Allgemeinen, es habe sich eventuell um fehlgeleitete Radarstrahlen gehandelt, einen so genannten Radarengel.



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