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Indien

Flugstopp trifft Hersteller von Beatmungsgeräten

Die indische Regierung verbietet sämtliche Landungen von Passagierflugzeugen. Weil in diesen wichtige Komponenten für Beatmungsgeräte transportiert werden, droht ein Engpass.

Swissport

Beladung des Frachtraums: Derzeit kaum möglich.

340 positiv getestete Fälle von Covid-19 wurden in Indien bisher verzeichnet. Um die Anzahl weiterer Ansteckungen zu verhindern, verordnete die Regierung in New Delhi vergangenen Donnerstag einen Flugstopp. Eine Woche lang dürfen keine Passagierflugzeuge aus dem Ausland mehr in Indien landen.

Die Anordnung macht Hersteller und Vertreiber von Beatmungsgeräten zu schaffen, wie die Zeitung Economic Times berichtet. Wegen des Flugstopps können sie teilweise nicht mit Komponenten aus dem Ausland beliefert werden, die üblicherweise im Frachtraum von Passagiermaschinen transportiert werden. Ein Vertreter der Firma Median Healthcare aus Mumbai etwa sagte, dass wegen einer ausbleibenden Lieferung von LCD-Bildschirmen bereits bestellte Respiratoren nicht an Spitäler ausgeliefert werden können.

30.000 Geräte für 1,3 Milliarden Menschen

Gemäß Expertenschätzungen gibt es in Indien mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden insgesamt 30.000 Beatmungsgeräte. Bei einer ungebremsten Ausbreitung des Coronavirus ist davon auszugehen, dass das nicht annähernd ausreichend wird, um alle Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf medizinisch adäquat betreuen zu können.

Schätzungen zufolge liegt der Anteil des Frachtraums von Passagierfliegern an der gesamten Kapazität bei etwa 50 Prozent. Infolge der teilweise stillgelegten Passagierluftfahrt ist die Frachtkapazität massiv eingebrochen. Das ist insbesondere bei zeitkritischen Gütern wie Lebensmitteln oder Medikamenten ein Problem. Einzelne Airlines wie Lufthansa wollen daher nicht genutzte Passagierflugzeuge als Frachter einsetzen.



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