Flughafen Sofia: Der Rückgang der Passagierzahlen traf ihn hart.

Große PläneFlughafen Sofia will wieder Transatlantikflüge

Bulgariens Hauptstadtflughafen ist in die Jahre gekommen. Der private Betreiber steckt mit Hilfe aus München Hunderte Millionen Euro in die Modernisierung. So will Sofia endlich wieder Langstreckenflüge anziehen.

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Während der Flughafen Sofia bis vor Ausbruch der Covid-19 Pandemie noch jährlich rund 7 Millionen Passagiere abfertigte, sanken die Passagierzahlen zuletzt auf nur noch 3,3 Millionen Fluggäste – rund 53 Prozent weniger als im Vorjahr waren es 2020. Bulgariens Wirtschaft und damit auch der bulgarische Hauptstadtflughafen wurden hart von der Pandemie getroffen.

Seit vergangenem Jahr schöpft man jedoch wieder Hoffnung in Sofia. Das französische Investmentunternehmen Meridiam hat gemeinsam mit dem österreichischen Bauunternehmen Strabag und dem Flughafen-Berater MUC International, ein Tochterunternehmen des Flughafen München, eine Lizenz zum Betrieb des früher staatlich geführten Unternehmens für die Dauer von 35 Jahren erhalten.

Alte und abgenutzte Einrichtungen

Die Einrichtungen des Flughafens Sofia wirken alt und abgenutzt. Speziell dem Terminal 1, der bereits im Jahr 1935 eröffnet wurde und heute nur noch vom ungarischen Billiganbieter Wizz Air benutzt wird, sieht man an, dass hier schon lange keine größeren Investitionen getätigt wurden. Im Terminal 2 sieht die Lage nicht viel besser aus – obwohl es erst seit 2006 aktiv ist. Der bulgarische Staat als früherer Betreiber des Hauptstadtflughafens hatte zuletzt kaum noch Interesse oder die ausreichenden finanziellen Mittel um in die Modernisierung des Gebäudes zu investieren.

Umso erfreulicher zeigt man sich jetzt, da der neue Flughafenbetreiber SOF Connect, wie das Konsortium heißt, zahlreiche Investitionen angekündigt hat. In den ersten Monaten nach der Übernahme des Flughafens hat der neue Betreiber zunächst nur kleinere Rochaden im Shopping und Gastrobereich des Terminals 2 vorgenommen, doch noch in diesem Jahr soll in die Instandhaltung der Piste und Rollwege investiert werden.

Mehr Parkplätze - und vielleicht Transatlantikflüge?

Zusätzlich sollen weitere Parkplätze in unmittelbarer Nähe des Terminal 2 errichtet sowie ein neues Gepäcksfördersystem installiert werden. Bis Ende des kommenden Jahres möchte man außerdem den kommerziellen Flugbetrieb im Terminal 1 endgültig einstellen um Kosten einzusparen, um das Gebäude möglicherweise zukünftig als Businessflieger-Terminal betreiben zu können.

Die Erwartungen in die Zukunft des Flughafens sind groß. Eines der ersten Ziele die sich die Betreiber gesetzt haben, ist neben der Verdoppelung des bestehenden Flugangebotes auch der Aufbau von Transatlantik-Nonstopflügen an die amerikanische Ostküste.

Die bulgarische Gullivair könnte hier zukünftig mit ihren inzwischen drei Airbus A330-200 sowie drei ATR 72-600 für Zubringerflüge eine wichtige Rolle einnehmen. Die Nachfrage nach Nordamerika-Flügen wird bislang über die europäischen Umsteigehubs abgefertigt. Nonstopflüge gibt es seit 1999 nicht mehr.

Flughafengebühren sollen niedrig bleiben

Die Anwerbung neuer Fluglinien und die Vertiefung bestehender Anbindungen von Fluglinien wie KLM, Lufthansa oder Gullivair steht ebenfalls auf dem Programm der neuen Flughafenbetreiber. Schon heute zählt Sofia mit seinen Gebühren zu den preiswertesten Flughäfen in ganz Europa. Um neue Fluglinien zu gewinnen, will man die Höhe der Flughafengebühren auch im Jahr 2022 beibehalten.

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