Airbus A320 Neo von Latam und Drache: Gefährliche Begegnungen nehmen zu.

Gefahr für FlugzeugeFlughafen São Paulo kämpft gegen Drachen

Der größte Flughafen Brasiliens kämpft mit einem Problem. In der Nähe von São Paulo-Guarulhos lassen viele Menschen Drachen steigen. Kollisionen mit Flugzeugen können gefährlich werden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Pipa, papagaio, arraia, cafifa, pandorga, dragão chinês - in Brasilien kennt man viele Namen für Lenkdrachen. Denn das einfach herzustellende Spielzeug ist äußerst beliebt. Es gibt in Brasilien nicht nur einen nationalen Drachenverband sondern in gewissen Bundesstaaten mit dem 29. Juni sogar einen speziellen Aktionstag.

Der Boom bei Fesseldrachen hat aber auch seine Schattenseiten. So kommt es vor allem am internationalen Flughafen von São Paulo immer wieder zu Begegnungen zwischen den Spielgeräten und Flugzeugen. An einem Sonntag im Mai mussten beispielsweise in Guarulhos die Starts zwei Mal kurz unterbrochen werden, weil sich Drachen im Bereich der Piste befanden. Im April hatte ein Airbus A380 den Anflug abgebrochen, weil ein Flieger vor ihm einen Drachen gesichtet hatte.

Auch Schnüre ein Problem

Vergangene Woche rollte eine Boeing 747 zum Start in São Paulo-Guarulhos. Doch plötzlich stoppten die Piloten. Denn sie hatten auf dem Rollweg zwei Drachen entdeckt. Erst als eine Angestellte des Flughafens diese weggeräumt hatte, fuhren sie weiter. Das Problem lässt sich auch in Zahlen fassen. 2020 zählte der Airport mit dem Iata-Kürzel GRU bereits 48 Vorfälle mit 200 Drachen.

Die Drachen sind nicht das einzige Problem, sondern auch ihre Schnüre. Besonders wenn diese aus festerem Material bestehen, kann es gefährlich werden. Sie seien nicht nur eine Gefahr für die Mitarbeitenden des Airports, erklärte Admilson Silva dem Portal UOL. «Derartiges Material kann sich in festen oder beweglichen Bauteilen des Flugzeugs verfangen und zu Fehlfunktionen führen, die ein Unfallrisiko darstellen», so der Betriebschef des Flughafens São Paulo-Guarulhos.

Gefährliche Schäden

Drachen können an Flugzeugen zu Schäden führen. Dazu gehören Risse in den Tragflächen oder im Rumpf und Beschädigungen des Tanks. Sie können aber nicht zuletzt auch in die Triebwerke eingesaugt werden. Die Folgen können so heftig sein wie bei Vogelschlag.

Mehr zum Thema

Vögel: Je leiser Flugzeuge werden, desto weniger schrecken sie Tiere ab.

Mit Technik Folgen von Vogelschlag lindern

Ballon landet auf Boeing 737

Ballon landet auf Boeing 737

Die Papierstreifen blieben an kantigen Oberflächen hängen.

XL-Himmelslaterne bestand aus Papier, Kunststoff und Aluminiumteilen

ticker-azul

Azul verbindet Macapá und Belo Horizonte mit Airbus A320

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin