Vögel: Je leiser Flugzeuge werden, desto weniger schrecken sie Tiere ab.

SchädenMit Technik Folgen von Vogelschlag lindern

Knallt ein Vogel in ein Flugzeug, muss die Airline es auf Schäden überprüfen. Forscher wollen diesen Prozess beschleunigen - und so die Kosten senken.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wenn ein Flugzeug mit einem Vogel zusammenstößt, kann das heftige Schäden zur Folge haben. Manchmal kann das Triebwerk dadurch ausfallen. Manchmal klafft einfach ein großes Loch in der Nase des Fliegers. Doch nicht immer sind die gefährlichen Folgen eines Vogelschlags so deutlich zu erkennen und einzuordnen. Das wollen Ingenieure der Technischen Hochschule Regensburg in Zusammenarbeit mit der Firma Indtact nun ändern.

Das Ziel ihres Forschungsprojekts «Bird» ist es, mögliche Schäden am Flugzeug durch Vogelschlag sofort feststellen und einschätzen zu können. Dazu liefert Indtact Sensoren, die im Abstand von rund zwei bis drei Metern auf Nase und Tragflächen angebracht werden sollen. Diese ermitteln durch das beim Aufprall des Vogels entstehende akustische Signal eine Frequenzkurve, anhand derer die Art des Schadens bestimmt werden soll. «Es ist ein Unterschied, ob die Faser bricht oder ob es sich um Delaminationen handelt, also ob sich die einzelnen Schichten voneinander lösen», erklärt Hochschulmitarbeiter Matthias Schlamp.

45 Millionen Euro Schaden pro Jahr

Er und sein Team simulieren Einschläge und werten die Schäden aus mithilfe der Sensoren, aber auch mit Ultraschall und  Digital-Mikroskopen. So wollen sie eine Referenzdatenbank aufbauen, um Schäden abzugleichen. Airlines sollen so schneller einordnen können, ob sie Bauteile vollständig austauschen, nur reparieren oder bei sehr kleinen Schäden gar nichts unternehmen müssen. Standzeiten und Bauteilwechsel könnten so reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben Forscher und Firma drei Jahre Zeit - solange läuft das Projekt an der Hochschule, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 190.000 Euro gefördert wird. Den Fluggesellschaften wäre Hilfe sicherlich recht. Denn täglich kommt es auf Flughäfen zu Zusammenstößen mit Vögeln. Das ist nicht sehr gefährlich, aber teuer. Vogelschlag beschere alleine deutschen Fluggesellschaften zwischen 18 und 45 Millionen Euro Gesamtschaden pro Jahr, schreiben die Regensburger Forscher.

Drohnen gegen Vögel?

Für besonderes Aufsehen sorgten Vögel im vergangenen Jahr auch am Airport Beirut: Dort drohten mehrere Airlines dem Flughafen der libanesischen Hauptstadt mit einem Boykott, da eine neben den Pisten eröffnete Mülldeponie massenweise Vögel anzog. So versuchen Flughäfen immer wieder mit verschiedenen Innovationen, Vogelschlag zu verhindern. Junge Ingenieure aus Japan setzen zum Beispiel auf den Einsatz von Drohnen.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Vogelschlag: Airbus A320 von Easyjet nach Edinburgh muss nach dem Start nach Genf zurückkehren

Piloten von Jeju Air sprachen über Vogelschwarm unterm Flugzeug

Piloten von Jeju Air sprachen über Vogelschwarm unterm Flugzeug

Boeing 737 Max: Ds Leap-Triebwerk ist die einzige Option.

Wird eine Softwareänderung bei der Boeing 737 Max nötig?

Boeing 737 Max von Flair: Die Scheiben im Cockpit haben drei Schichten.

Gans knallt in Windschutzscheibe von Boeing 737 Max - Kapitän verletzt

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack