Vögel: Je leiser Flugzeuge werden, desto weniger schrecken sie Tiere ab.

SchädenMit Technik Folgen von Vogelschlag lindern

Knallt ein Vogel in ein Flugzeug, muss die Airline es auf Schäden überprüfen. Forscher wollen diesen Prozess beschleunigen - und so die Kosten senken.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Wenn ein Flugzeug mit einem Vogel zusammenstößt, kann das heftige Schäden zur Folge haben. Manchmal kann das Triebwerk dadurch ausfallen. Manchmal klafft einfach ein großes Loch in der Nase des Fliegers. Doch nicht immer sind die gefährlichen Folgen eines Vogelschlags so deutlich zu erkennen und einzuordnen. Das wollen Ingenieure der Technischen Hochschule Regensburg in Zusammenarbeit mit der Firma Indtact nun ändern.

Das Ziel ihres Forschungsprojekts «Bird» ist es, mögliche Schäden am Flugzeug durch Vogelschlag sofort feststellen und einschätzen zu können. Dazu liefert Indtact Sensoren, die im Abstand von rund zwei bis drei Metern auf Nase und Tragflächen angebracht werden sollen. Diese ermitteln durch das beim Aufprall des Vogels entstehende akustische Signal eine Frequenzkurve, anhand derer die Art des Schadens bestimmt werden soll. «Es ist ein Unterschied, ob die Faser bricht oder ob es sich um Delaminationen handelt, also ob sich die einzelnen Schichten voneinander lösen», erklärt Hochschulmitarbeiter Matthias Schlamp.

45 Millionen Euro Schaden pro Jahr

Er und sein Team simulieren Einschläge und werten die Schäden aus mithilfe der Sensoren, aber auch mit Ultraschall und  Digital-Mikroskopen. So wollen sie eine Referenzdatenbank aufbauen, um Schäden abzugleichen. Airlines sollen so schneller einordnen können, ob sie Bauteile vollständig austauschen, nur reparieren oder bei sehr kleinen Schäden gar nichts unternehmen müssen. Standzeiten und Bauteilwechsel könnten so reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben Forscher und Firma drei Jahre Zeit - solange läuft das Projekt an der Hochschule, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit 190.000 Euro gefördert wird. Den Fluggesellschaften wäre Hilfe sicherlich recht. Denn täglich kommt es auf Flughäfen zu Zusammenstößen mit Vögeln. Das ist nicht sehr gefährlich, aber teuer. Vogelschlag beschere alleine deutschen Fluggesellschaften zwischen 18 und 45 Millionen Euro Gesamtschaden pro Jahr, schreiben die Regensburger Forscher.

Drohnen gegen Vögel?

Für besonderes Aufsehen sorgten Vögel im vergangenen Jahr auch am Airport Beirut: Dort drohten mehrere Airlines dem Flughafen der libanesischen Hauptstadt mit einem Boykott, da eine neben den Pisten eröffnete Mülldeponie massenweise Vögel anzog. So versuchen Flughäfen immer wieder mit verschiedenen Innovationen, Vogelschlag zu verhindern. Junge Ingenieure aus Japan setzen zum Beispiel auf den Einsatz von Drohnen.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Vogelschlag: Airbus A320 von Easyjet nach Edinburgh muss nach dem Start nach Genf zurückkehren

Piloten von Jeju Air sprachen über Vogelschwarm unterm Flugzeug

Piloten von Jeju Air sprachen über Vogelschwarm unterm Flugzeug

Boeing 737 Max: Ds Leap-Triebwerk ist die einzige Option.

Wird eine Softwareänderung bei der Boeing 737 Max nötig?

Boeing 737 Max von Flair: Die Scheiben im Cockpit haben drei Schichten.

Gans knallt in Windschutzscheibe von Boeing 737 Max - Kapitän verletzt

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin