Flughafen São Paulo illegal?

Das Gelände des Flughafens Guarulhos gehörte einst einer Familie. Die fühlt sich nun betrogen, weil die Fläche nicht genutzt wird, wie abgemacht.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Wo heute täglich 90'000 Passagiere ankommen und abfliegen, war 1940 nichts als weites, fruchtbares Land. Es gehörte den Familien Guinle und Samuel Ribeiro. Dort, außerhalb der aufstrebenden Millionenmetropole São Paulo, pflanzten sie landwirtschaftliche Produkte an, die sie später über ein gemeinsames Unternehmen verkauften.

Dann vermachten sie die riesigen Flächen dem Staat. Es sollte dem brasilianischen Volk dienen, so die damalige Abmachung. Das Verteidigungsministerium hatte vor, auf den Wiesen und Äckern vor der Nachbarstadt Guarulhos einen Militärflugplatz zu bauen. Damit waren die Stifter einverstanden, schließlich sollte so die Verteidigungskraft der brasilianischen Armee im Zweiten Weltkrieg gestärkt werden.

Den Dilaog eröffnen

Doch es kam anders. 1985 wurde am Ort des ehemaligen Militär-Airport der neue internationale Flughafen für São Paulo eröffnet. Er sollte den bisherigen Flughafen Campinas Viracopos ablösen, der viel zu weit von der Metropole weg liegt. Daran stießen sich die Familien Guinle noch nicht. Erst als vergangenes Jahr der Aeroporto Internacional de São Paulo-Guarulhos an eine private Betriebsgesellschaft abgegeben wurde, begannen sie sich zu fragen: Entspricht das noch dem Zweck, für den man das eigene Land einst dem Staat übergab?

Nun gelangten Erben der Stifter vor Gericht, wie die Zeitung Jornal do Brasil schreibt. Sie zeigten bei einem Bundesrichter Nichterfüllung des Stiftungsvertrages von 1940 an. Sie wollen den Vertragsbruch nun feststellen lassen und einen Dialog mit den Gegenparteien eröffnen - der Zentralregierung der Luftfahrtbehörde und dem privaten Konzessionär von São Paulo Guarulhos. Um Geld soll es noch nicht gehen, zumindest noch nicht jetzt.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg