Satellit am Flughafen München: Milliarden-Vorteil für Lufthansa?

MilliardenvorteilFlughafen München soll Lufthansa begünstigt haben

Der Bayerische Oberste Rechnungshof übt scharfe Kritik am Flughafen München. Er soll der Lufthansa Vorteile in Milliardenhöhe verschafft haben. Flughafen und Finanzministerium sehen das anders.

Top-Jobs

aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der Bayerische Oberste Rechnungshof erhebt laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung schwere Vorwürfe gegen den Flughafen München und dessen Eigentümer. Freistaat Bayern, Stadt München und Bund sollen der Lufthansa indirekt zu große Vorteile verschafft haben. Sie sollen sich auf einen Milliardenbetrag summieren.

Konkret geht es bei den Vorwürfen laut der Süddeutschen Zeitung um Nutzungsrechte des Terminal 2 am Münchner Flughafen –samt dem Satellitengebäude, das Ende April den Betrieb aufnehmen soll. In dem rund 150-seitigen Bericht, der laut der Zeitung bisher unter Verschluss gehalten worden war, wird kritisiert, dass die Nutzungsrechte der Lufthansa zu weit gingen. Die Airline dürfe dürfe das Terminal und das Satellitengebäude 20 Jahre länger exklusiv nutzen als ursprünglich vereinbart und bleibe auch weiter an den Erträgen beteiligt.

Vorteil von mehr als einer Milliarde Euro

Insgesamt soll sich für die Lufthansa dadurch ein Vorteil von rund 880 Millionen Euro ergeben, prangern die Prüfer des Obersten Rechnungshofes im Bericht an. Hinzu kommen laut den Prüfern weitere Vorteile, die der Lufthansa noch einmal rund 150 Millionen an Vorteilen schaffen. Erst ab dem Jahr 2051 müsste die Fluggesellschaft in dem Terminal Marktmieten zahlen, schreibt das Blatt.

Weitere Kritik üben die Prüfer an der Tatsache, dass der Satellit überhaupt gebaut wurde, ohne dass es das definitive Okay für eine dritte Start- und Landebahn am Flughafen München gibt. Ein Veto der Stadt München verhindert den Bau der dritten Piste derzeit. Ohne diese sei der Satellit aber unwirtschaftlich, so die Prüfer.

Gegengutachten sagt etwas anderes

Die Kritisierten sehen das freilich anders. Ein Gegengutachten, das man bei der Beratungsfirma PWC in Auftrag gegeben habe, komme zu dem Ergebnis, dass sich das Satellitenterminal sehr wohl rechne, so die Betreibergesellschaft FMG und das bayerische Finanzministerium laut der Süddeutschen. Die Vorteile der Lufthansa, die der Rechnungshof berechnet habe, seien «völlig überzogen». Teilweise seien Vorteile zwanzig Mal zu hoch eingeschätzt worden.

Außerdem würden die Prüfer verkennen, welchen Vorteil die strategische Partnerschaft zwischen dem Flughafen München und der Lufthansa für die Wirtschaft in München und Umgebung habe. Der Bericht sei «inhaltlich falsch», so eine Sprecherin des Ministeriums zur Zeitung. Auch von Lufthansa hieß es, die Zusammenarbeit sei äußerst erfolgreich und für München und Umfeld gewinnbringend.

Mehr zum Thema

Satellit des Terminal 2: So schafft der Flughafen München mehr Kapazität.

In neun Monaten öffnet Münchens neuer Satellit

ticker trauer

Lufthansa-Crewmitglied stirbt während Layover in Bengaluru

Lufthansas D-AIEM: Ist nun fertig beklebt.

Airbus A321 Neo von Lufthansa fliegt jetzt mit zwölf Geschichten durch Europa

Airbus A220 von Air Baltic: Wie viele der Jets fliegen im kommenden Sommer noch für Lufthansa Group?

Für Air Baltic wird die Luft bei der Lufthansa-Gruppe immer dünner

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack