Frachtverladung am Flughafen Düsseldorf: Geschäft soll wachsen.

Übernahme der FrachttochterFlughafen Düsseldorf startet mit Swissport Cargo-Offensive

Die weltgrößte Bodenabfertigungsfirma übernimmt die Mehrheit der Frachtsparte des Flughafens Düsseldorf. Unter neuem Namen soll das Geschäft wachsen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Auch am Dienstag (21. März) ist es noch auf der Webseite von Düsseldorf Airport Cargo zu lesen: «Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 ist die Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH eine 100%ige Tochter in der Familie des Düsseldorf Airport.» Doch das ändert sich künftig.

Denn das weltgrößte Bodenabfertigungsunternehmen Swissport wird mit 74,9 Prozent Mehrheitsgesellschafterin der Flughafen Düsseldorf Cargo GmbH. Die anderen 25,1 Prozent werden bei der Flughafen Düsseldorf GmbH liegen. Die Gesellschaft erhält den neuen Namen Swissport DUS Cargo Services. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Rund 130 Mitarbeitende eingeplant

«Der Zusammenschluss soll die Erfahrung, das Know-how und das Logistiknetzwerk zweier Cargo-Akteure bündeln», so der Flughafen. Man selber verfüge neben lokaler Expertise und einem «umfassenden Kundenportfolio in einem starken Einzugsgebiet mit einem hohen Anteil an exportorientierten Unternehmen über spezifische Kompetenzen etwa im Bereich der Pharma-Logistik». Swissport wiederum sei der weltgrößte Bodenverkehrsdienstleister mit einem hohen Anteil am Luftfrachtgeschäft, «der globale Dienstleistungen mit etablierten Prozessen und neuer Technologie erbringt, ein breites Netzwerk in der Luftfahrt besitzt und weltweit vielfältige Kundenbeziehungen pflegt», schreibt der Airport.

Das Schweizer Unternehmen will das bestehende Geschäft seines bisherigen Düsseldorfer Standorts einbringen und mit rund 30 Mitarbeitenden zum Flughafen ziehen. Damit werden künftig rund 130 Menschen für Swissport DUS Cargo Services arbeiten.

Düsseldorf will ausbauen, Platzhirsch ist Köln

«Die Swissport DUS Cargo Services ist ein wichtiger Schritt und die Grundlage für den Ausbau unseres Kunden- und Serviceportfolios im Cargo-Bereich», so Patrick Kohlmann, Swissports Geschäftsführer für Deutschland und Österreich. Flughafenchef Lars Redeligx sagt, man freue sich, «mit Swissport das Luftfrachtgeschäft in Düsseldorf weiter auszubauen».

Düsseldorf ist zwar im Passagierverkehr der größte Flughafen in Nordrhein-Westfalen und deutschlandweit die Nummer vier hinter Frankfurt, München und Berlin. Doch im Frachtgeschäft gibt im größten deutschen Bundesland der von Düsseldorf nicht weit entfernte Airport Köln/Bonn mit seinem 24-Stunden-Flugbetrieb klar den Ton an.

Nicht vom Fracht-Boom in der Pandemie profitiert

Zwar boomte das Luftfrachtgeschäft in der Pandemie - allerdings dank reiner Cargoflieger, während die Kapazitäten im Bauch von Passagiermaschinen größtenteils wegfielen. So musste der Flughafen Düsseldorf im Geschäftsbericht 2021 bilanzieren: «Die geflogene Fracht liegt mit 22.338 Tonnen noch deutlich unter Vorkrisenniveau, ist gegenüber

dem Vorjahr jedoch wieder um 11,3 Prozent gestiegen.» Der Luftfrachtersatzverkehr mit Lkw habe hingegen mit 19.392 Tonnen das Vorkrisenniveau wieder erreicht.

Mehr zum Thema

Flughafen Düsseldorf will dank Investitionen sauberer werden

Flughafen Düsseldorf will dank Investitionen sauberer werden

Abflugebene am Flughafen Düsseldorf: Mit einem Maßnahmenpaket will der Airport chaotische Zustände verhindern.

Düsseldorf kämpft mit Millionen gegen das Chaos

ticker igus

Kölner Unternehmen entwickelt leichtere Kugelrollen für Frachtflugzeuge

ticker-fracht-cargo

Luftfrachtbranche fordert bessere Bedingungen für Ersatzverkehre

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack