Frachtverladung bei Lufthansa Cargo: Guter Start ins Jahr.

FrachtgeschäftLufthansa und Swiss profitierten von Lagerauffüllungen in den USA

Vor der Einführung der Zölle noch schnell das Lager auffüllen - von diesem Vorgehen von Unternehmen haben Lufthansa und Swiss im ersten Quartal bei der Fracht profitiert. Bei den Schweizern spielten auch Edelmetalle und Banknoten eine Rolle.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Das erste Quartal 2025 lief gut für Lufthansa Cargo. Nachdem in den ersten drei Monaten des Vorjahres noch ein Minus von 22 Millionen Euro als operatives Ergebnis zu Buche gestanden hatte, war es nun ein Plus von 62 Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse stiegen um 21 Prozent auf 834 Millionen Euro. Die Verkehrserlöse, die den Großteil der Umsatzerlöse ausmachen, wuchsen um 22 Prozent auf 782 Millionen Euro.

E-Commerce-Boom und drohende Zölle

Zum einen hatte Lufthansa Cargo die Kapazität um 7 Prozent gesteigert - durch eine zusätzliche Boeing 777 F und durch den Ausbau des Passagierflugbetriebs, der auch Fracht befördert. Zudem konnte Lufthansa Cargo im Durchschnitt höhere Preise verlangen.

«Die Nachfrage im ersten Quartal wurde weiterhin vom asiatischen E-Commerce-Boom und von einem Lageraufbau in den USA im Vorfeld der erwarteten Zollerhöhungen getragen», erklärte Till Streichert, Finanzchef der Lufthansa-Gruppe, in einem Pressegespräch die Hintergründe.

Lager der Pharma- und der Autoindustrie

Auf Nachfrage von aeroTELEGRAPH sagte Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr: «Der Lageraufbau ist ganz klar in Richtung USA zu sehen.» Primär handele es sich bei den transportierten Gütern um Pharmaprodukte sowie um Zuliefer- und Ersatzteile für die Automobilindustrie. «Die führen ganz klar unsere Lageraufstockungsflüge an», so Spohr.

Bei Swiss World Cargo, der Frachtsparte von Lufthansa-Group-Tochter Swiss stieg die Nachfrage im ersten Quartal um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch dort lag die positive Entwicklung zum einen am E-Commerce-Boom, zum anderen am Anstieg bei Frachtsendungen aus den und in die USA. «Es wurden von Unternehmen vermehrt Waren und Materialien versendet, um allfälligen Zöllen zu entgehen», so Swiss-Finanzchef Weber.

Auch Edelmetalle und Banknoten bei Swiss

Während dieser Effekt bei Lufthansa Cargo vor allem Richtung USA zu spüren war, ging es bei Swiss laut dem Finanzchef in beide Richtungen. Neben Pharmaprodukten habe man auch bei Edelmetallen und Banknoten einen Anstieg beobachtet, so Weber.

Mehr zum Thema

Lufthansa-Jet in Bremen (Archivbild): Die Frankfurt-Flüge kehren zurück.

Lufthansa nimmt Flüge zwischen Bremen und Frankfurt wieder auf

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

«Die Antwort wird sich nicht auf magische Weise ändern» - Lufthansa verliert auf X die Geduld mit einem Kunden

ticker lufthansa group

Projekt Nexus: Lufthansa Group prüft mit engere Verzahnung von Lufthansa, City Airlines und Discover

ticker-lufthansa

Lufthansa schickt zum Oktoberfest neue Trachtencrew auf Reisen

Video

Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier