Schweine: Sollen Vögel in Amsterdam abschrecken.

Kampf gegen VogelschlagFlughafen Amsterdam holt sich Hilfe von Schweinen

Zwischen zwei Pisten in Schiphol leben neuerdings 20 Schweine. Das dient einem besonderen Zweck. Ihre Präsenz soll Vögel vom Flughafen Amsterdam fernhalten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

20 Personen kümmern sich in Schiphol nur um eines: Sie versuchen Vögel vom Amsterdamer Flughafen fernzuhalten. Sie setzten dabei verschiedene Technologien ein, die von Schreckgeräuschen bis zu Laserstrahlen reichen. Auch spezielles Gras kommt zum Einsatz, um das Gelände für die gefiederten Tiere so unattraktiv wie möglich zu machen.

Der Kampf gegen Vögel hat einen handfesten Grund. Der Flughafen Amsterdam will das Risiko von Vogelschlag minimieren. Denn treffen Vögel auf Flugzeuge, kann das im Extremfall kann zum Ausfall eines oder beider Triebwerke führen. Es verursacht aber vor allem auch Kosten. Weltweit werden die Aufwände für Flugausfälle und Reparaturen auf rund eine Milliarde Euro pro Jahr geschätzt.

Zuckerrüben locken Vögel an

Jetzt versucht der Flughafen Amsterdam darum nochmal etwas Neues. Er siedelt 20 Schweine zwischen den Pisten 18R-36L (Polderbaan) und 18C-36C (Zwanenburgbaan) an. Die Tiere werden dort hausen, wo zuvor Zuckerrüben angebaut worden sind. Die Idee dahinter: Reste der Pflanzen locken Vögel an, durch die Anwesenheit der Schweine sollten die Vögel abgeschreckt werden.

Vorerst handelt es sich dabei allerdings erst um einen Versuch, bei dem die Vogelaktivität gegenüber einem Feld ohne Schweine getestet wird. Der Flughafen Kuwait hat sich kürzlich 30 Falken angeschafft, die Jagd auf die ungewollten Vögel machen. Anderswo setzt man auch Schussanlagen, Vogelscheuchen oder Leuchtmunition ein. An einigen Flughäfen kommen Drohnen zum Einsatz.

Wann es zu Vogelschlag kommt

Das Problem Vogelschlag nimmt zu. Denn je leiser die Jets werden, desto weniger schrecken sie Vögel ab. Gemäß Daten der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA passieren etwa 61 Prozent der Vogelschläge mit zivilen Flugzeugen während der Landephase (Sinkflug, Anflug und Landung), 36 Prozent während des Starts und des Steigflugs und der Rest während des Reisefluges.

Die meisten Vögel fliegen maximal 1500 Meter hoch, daher die klare Verteilung in der Statistik. Doch es gibt einige wenige Vogelarten, die durchaus sehr hoch fliegen können. Der Sperbergeier etwa kann bis auf 11.000 Meter hoch stiegen. Der Zwischenfall in höchster Höhe geschah mit einem Gänsegeier vor der afrikanischen Küste. Er geschah auf 11.280 Metern.

Mehr zum Thema

Jet von Kuwait Airways und Falke beim Transport: Einsatz gegen andere Vögel.

In Kuwait schützen 30 Falken die Flugzeuge

Wilde Mülldeponien schuld am Unglück von Moskau?

Wilde Mülldeponien schuld am Unglück von Moskau?

Vogel bleibt an American-Jet kleben

Vogel bleibt an American-Jet kleben

ticker-niederlande

Niederlande erhöhen Flugticketsteuer für Langstrecken ab 2027 deutlich

Video

alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack