Landendes Flugzeug in Amsterdam: Die Regierung will die Zahl der Flüge beschränken.

Vorgabe der RegierungFlughafen Amsterdam bekommt eine Wachstumsgrenze

Die Regierung der Niederlande auferlegt dem größten Airport eine Beschränkung der Flugbewegungen. Der Flughafen Amsterdam akzeptiert das - will aber ab 2025 eine andere Lösung.

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Vor der Pandemie war er der drittgrößte Flughafen Europas. 71,7 Millionen Menschen benutzen 2019 den Schiphol Airport von Amsterdam, der damals 497.000 Flugbewegungen zählte. Auch wenn die Nachfrage nach Flugreisen derzeit hoch ist - diese Marke wird er nicht mehr erreichen. Denn die Regierung der Niederlande befiehlt dem Flughafen eine Begrenzung der Flugbewegungen ab 2023.

Ursprünglich wollte Infrastrukturminister Mark Harbers die maximale Zahl an Starts und Landungen auf 440.000 jährlich beschränken, dann schlug er als Zwischenlösung 460.000 vor. Bisher galten 500.000 Flugbewegungen als Maximum. Der Grund für die Maßnahme ist eine Verringerung der Lärm- und Umweltbelastung. Mit dem neuen Vorschlag hat sich der Flughafen Amsterdam inzwischen einverstanden erklärt - für vorerst zwei Jahre.

Wachstumswunsch ab 2025

Ab 2025 will Betreiberin Schiphol Group wieder wachsen können. Sie fordert Regierung und Parlament dazu auf, endlich eine neue Flughafenverkehrsordnung in Kraft zu setzen, an der seit 2016  gearbeitet wird, aber nie umgesetzt wurde. Anstatt eine Flugbeschränkung einzuführen, setzt sie auf negative Anreize für ältere, lautere und umweltschädlichere Flugzeuge.

2022 zählte der Flughafen Amsterdam 397.646 Flugbewegungen. Die neue Grenze dürfte ihn deshalb nicht zu sehr schmerzen. KLM hat allerdings bereits erklärt, dass die Beschränkung auf 440.000 Flugbewegungen zum Abbau von rund 30 Destinationen führen könnte.

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