Pavian-Schädel: Kam zusammen mit einem Fell.

ArtenschutzTote Haie, ein Pavian-Schädel und mehr Elfenbein - was der Zoll 2025 am Flughafen Frankfurt sicherstellte

Allein 157 lebende Tiere hat der Zoll am Flughafen Frankfurt im vergangenen Jahr sichergestellt. Hinzu kamen viele andere Vergehen gegen die Artenschutz-Regeln. Am Airport München stand ein klassisches Urlaubssouvenir vom Strand oben auf der Liste.

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Manchmal sind es dreiste Schmuggler, machmal schlecht informierte Urlauber. Im vergangenen Jahr kam es am größten deutschen Flughafen in 601 Fällen zur Sicherstellung von insgesamt 28.930 artengeschützten Tieren und Pflanzen zur Prüfung der jeweiligen Einzelfälle. Das geht aus der Jahresbilanz 2025 des Hauptzollamts Frankfurt am Main hervor.

Darunter waren auch 157 lebende Tiere, zum Beispiel eine maurische Landschildkröte, diverse Steinkorallen und Leguane. Zudem wurden 3397 lebende Pflanzen sichergestellt, darunter zahlreiche Aloen, Kakteen und Orchideen. 25.376 aus Tieren oder Pflanzen hergestellte Waren wurden beschlagnahmt, überwiegend im Internationalen Postzentrum.

Mantel aus Wolfsfell, Tigerkrallen, Haifischzähne

So etwa Lederwaren aus Krokodilen, Schlangen und Waranen, aber auch ein Mantel aus Wolfsfell, Tigerkrallen, Haifischzähne, Schädel und Fell eines Pavians, fünf tote Milchhaie sowie Präparate von geschützten Vögeln. «Es wurden vermehrt wieder Elfenbeinprodukte wie Stoßzähne, Gebetsketten, Ringe und geschnitzte Figuren von Reisenden mitgebracht oder auch per Postversandweg oder Kurierfracht geordert», schreibt das Hauptzollamt.

Tote Milchhaie ohne Köpfe.

Verstöße gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen können Geldbußen bis zu 50.000 Euro oder sogar Freiheitsstrafen zur Folge haben. Am Flughafen München registrierte der Zoll im Jahr 2025 insgesamt 110 Verstöße gegen dieses Übereinkommen.

Zahl der Sicherstellungen steigt

Das waren zwar 16 Aufgriffe weniger als im Vorjahr. Allerdings stieg die Zahl der sichergestellten Stücke von 686 (davon 594 Muscheln und 92 sonstige) auf 1280 (821 Muscheln und 459 sonstige). Unter den sonstigen Stücken befanden sich etwa Lederwaren aus Reptilienleder oder Kosmetik und Arzneimittel mit Bestandteilen geschützter Pflanzen.

Eine Artenschutz-Übersicht dazu, was man aus dem Urlaub mit nach Hause bringen darf und was nicht, finden Sie hier, geordnet nach Ländern.

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