Entwurf des Mega-Airports: Der bekannte Architekt Norman Foster hat den Flughafen an der Themse entworfen.

Neuer Londoner Flughafen Thames EstuaryTodesstoß für den Themse-Airport?

Londons Bürgermeister Boris Johnson träumt von einem Airport an der Themse. Doch eine Kommission befürchtet Milliardenkosten für Steuerzahler.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Gleich vier neue Studien zum möglichen Mega-Flughafen auf der Isle of Grain an der Themsemündung gibt es. Sie alle kommen zum gleichen Schluss: Der Airport würde «erhebliche Kosten und ein Risiko für die Steuerzahler» bedeuten. Da wäre beispielsweise das gesunkene Munitionsschiff SS Richard Montgomery aus dem Zweiten Weltkrieg, das wohl vor Beginn der Bauarbeiten geborgen werden müssten. Dafür müsste die Umgebung für Wochen, wenn nicht sogar Monate evakuiert werden. Das Schiff hat 1500 Tonnen TNT an Bord. Zudem würde der neue Mega-Airport eine ziemliche Herausforderung für den Naturschutz darstellen. Es könnte bis zu zwei Milliarden Pfund kosten, Wildtiere aus der Gegend umzusiedeln.

Der neue Thames Estuary Airport könnte aber auch nur betrieben werden, wenn Heathrow ganz geschlossen würde. Dafür müssten die Betreiber von Heathrow entschädigt werden. Eine Schätzung der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers geht von einer Summe von etwa 21,5 Milliarden Pfund aus. Zudem würde es ungeheure Umstrukturierungen mit sich bringen, die die zuständige Flughafenkommission ablehnt. Allein die neuen Verkehrsanbindungen würden knapp 45 Milliarden Pfund verschlingen - etwa doppelt so viel, wie bisher veranschlagt.

Todesstoß für Boris-Island?

All diese Kostenexplosionen würden sich dann wohl in höheren Flughafengebühren niederschlagen - und damit zunichte machen, was mit dem neuen Flughafen Thames Estuary eigentlich erreicht werden sollte: Wettbewerbsfähigkeit, Neuansiedlungen von Firmen und steigende Passagierzahlen.

Das Flughafenprojekt - in Anlehnung an den Londoner Bürgermeister Boris Johnson auch «Boris Island» genannt - habe den Todesstoß versetzt bekommen, kommentierte Caroline Pidgeon, die Londoner Parteichefin der Liberaldemokraten, gegenüber der Zeitung Evening Standard. «Es ist schlimm genug, dass er [Boris Johnson] Millionen von Steuergeldern dafür ausgegeben hat, seine Fantasie zu bewerben. Nun zeigt sich, dass seine Pläne auf völligen Fehlkalkulationen beruhen.» Ähnlich äußerten sich auch Vertreter von Labour-Partei und den Grünen, die den neuen Super-Airport ebenfalls ablehnen.

Johnson gibt nicht auf

Der Bürgermeister und sein Team wollen aber offenbar nicht aufgeben - sie kommen sogar zu einem ganz anderen Schluss: Daniel Moylan, Luftfahrt-Berater des Bürgermeisters, erklärte gegenüber der BBC, dass man die Studien nun im Detail lesen werde, aber offenbar belegten sie den großen Nutzen eines Umzugs von Heathrow zu einem neuen Standort.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies