Eigentlich sollten sie zum Wahrzeichen des neuen Frankfurter Prestigeprojekts werden. Doch nur kurz vor der Eröffnung von Terminal 3 mussten die riesigen beweglichen Ringe in der Check-in-Halle schon wieder abgehängt werden. Das tonnenschwere Kunstwerk namens The First, the Last, Eternity hatte Künstler Julius von Bismarck geschaffen.
Die drei riesigen, ringförmigen Skulpturen galten als zentraler Blickfang des neuen Terminals 3 am Flughafen Frankfurt und hatten bereits den Spitznamen Donuts erhalten. Die Konstruktion aus insgesamt 636 eingefärbten Aluminiumscheiben hing bereits unter der 18 Meter hohen Decke der Check-in-Halle und bewegte sich motorisiert. Doch genau dort gab es Probleme.
Wann die Kunst im Terminal 3 wieder hängt, ist nicht klar
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wurden die Skulpturen bereits wieder entfernt. Betreiberin Fraport spricht von «kleinen Auffälligkeiten», die bei technischen Überprüfungen entdeckt worden seien. Vermutet wird, dass der Drehmechanismus bei zwei Donuts nicht mehr korrekt funktionierte. Eine Reparatur im laufenden Betrieb sei zu kompliziert gewesen. Wann die Installation wieder ins Terminal 3 zurückkehrt, ist offen.
«Die Installation wird zeitnah für die Nachbesserungen durch das Künstler-Team abgeholt und in sein Studio transportiert», so ein Sprecher von Fraport zu aeroTELEGRAPH. Wie lange die Arbeiten dauern, stehe aktuell noch nicht fest. «Dies lässt sich aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Installation um ein Unikat handelt, leider nicht präziser terminieren.» Man setze jedoch alles daran, die Installation schnellstmöglich wieder in der Check-in-Halle zu montieren.
Auch die Skyline-Bahn in Frankfurt steht still
Dabei hatte Fraport das Kunstwerk erst im vergangenen November mit viel Stolz vorgestellt. Konzernchef Stefan Schulte erklärte damals, die Installation solle den Anspruch unterstreichen, Frankfurt als internationale Drehscheibe weiterzuentwickeln. Auch Künstler Julius von Bismarck sprach davon, mit dem Werk die «Vorstellungskraft der Menschen verschieben» zu wollen.
Es ist bereits die zweite technische Panne rund um das neue Terminal innerhalb kurzer Zeit. Erst vor wenigen Tagen musste Fraport auch die neue Skyline-Bahn zum Terminal 3 stilllegen- für mehrere Wochen. Eigentlich sollte die automatische Bahn die Terminals sowie den Fern- und Regionalbahnhof in wenigen Minuten verbinden.
Terminal sollte Vorzeigeprojekt sein
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