Flughafen Klagenfurt: AUA-Mitarbeiter wechseln zum Airport.

Zukunft gefährdetNeuer Streit am Flughafen Klagenfurt

Verspätete Gehaltszahlungen, Rückkaufdrohungen und gegenseitige Anschuldigungen. Der Streit am Flughafen Klagenfurt eskaliert.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

In Österreich geht die Posse um den Flughafen Klagenfurt weiter. Dabei schien Ende März die Welt endlich in Ordnung zu sein. Um dem finanziell angeschlagenen Flughafen zu helfen, erklärte der neue Homecarrier Liliar, in Vorleistung gehen zu wollen. 1,7 Millionen Euro sollten als Teil eines Rahmenvertrages an den Flughafen überweisen werden, um damit die Voraussetzungen für einen verlässlichen Betrieb am Airport zu schaffen.

Nur wenige Tage später sieht die Welt in Kärnten schon wieder ganz anders aus. Wie die Kleine Zeitung berichtet, konnte der Flughafen die März-Gehälter der rund 80 Beschäftigten nicht pünktlich überweisen. Mehrheitseigentümerin des Airports ist mit 74,9 Prozent die Lillihill Gruppe. Deren Unternehmenssprecher sprach gegenüber der Nachrichtenagentur APA von einem «Buchungsfehler».

Zwei zahlen einer nicht

Neben Lillihill halten die Kärntner Beteiligungsverwaltung (K-BV) sowie die Stadt Klagenfurt die übrigen 25,1 Prozent am Flughafen. Die drei Eigentümer sollen sich am 3. April auf eine Kapitalerhöhung von 3,7 Millionen Euro geeinigt haben. K-BV und die Stadt Klagenfurt wollen ihren Anteil von rund einer Million Euro umgehend überwiesen haben.

Lillihill knüpft die Auszahlung an die Bedingungen. So sollen Stadt und Land auf die Call-in-Option verzichten. Im Rahmen der Teilprivatisierung des Flughafens 2018 sicherten sich die Minderheitsbeteiligten diese Möglichkeit. Die Call-in-Option würde es erlauben, den Flughafen durch einen Rückkauf aller Airport-Anteile von Lillihill wieder zu verstaatlichen.

«Kontrolle über den Flughafen verloren»

Martin Payer, Vorstand der K-BV, sagte gegenüber dem Sender ORF: «Die Zahlungsunfähigkeit hat der Geschäftsführer in den Raum gestellt und das wäre ein Insolvenzgrund. Wir haben also Wort gehalten und eingezahlt.» Im Anschluss wurden die März-Gehälter überwiesen. Payer sagte, es scheine, als ob die von Lilihill eingesetzte Geschäftsführung die Kontrolle über den Flughafen verloren hätte.

Laut Payer will die K-BV einen Versuch starten, den Flughafen wieder zurückzukaufen. Die nächste Gelegenheit dazu soll es Anfang Mai geben. Dann tagt der Aufsichtsrat. Die Call-in-Option wird dann ganz sicher wieder ein Thema. Auch die Politik fordert, umgehend einen Flughafen-Gipfel einzuberufen.

Lilihill widerspricht

Lilihill widerspricht der Darstellung von Stadt und Land. In einer Pressemitteilung heißt es, dass die Auszahlung einzig von der Mehrheitseigentümerin ermöglicht worden sei. Zudem sei von den Minderheitsbeteiligten in den letzten fünf Jahren kein einziger Euro in den Flughafen Klagenfurt geflossen.

Ursprünglich sollte die eigens gegründete Fluggesellschaft Liliair Ende April starten. Ein Unternehmenssprecher sagte laut ORF, dass man kein Datum nennen könne, an dem die neue Fluglinie abheben soll oder Flüge buchbar sein werden.

Mehr zum Thema

Bombardier CRJ 900: Flugzeug der Wahl von Liliair.

Liliair zahlt Millionen-Vorleistung am Airport Klagenfurt

Flughafen Klagenfurt: Zukunft wieder ungewiss.

Neue Klagenfurter Airline Liliair schon vor Start gefährdet

Flieger von Liliair über Klagenfurt: Bald soll es losgehen.

Zwei Unsicherheiten lasten vor dem Start auf Liliair

Austrian-Airlines-Jet am Flughafen Klagenfurt: Hoffnung Hamburg-Flüge.

Flughafen Klagenfurt braucht Millionen und will Gates doppelt nutzen

Video

Erster Being 737-800 Kombifrachter: Air Inuit hat das Flugzeug am 13. Januar in den Liniendienst aufgenommen.
Fast fünfzig Jahre prägten röhrende 737-200 C den Alltag im Norden Québecs. Jetzt hebt erstmals eine Boeing 737-800 Kombi für Air Inuit ab – mit 90 Sitzen, Palettenfracht und als Weltpremiere.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies